Millenniumsdorf Sarwan in Indien:

Eine bessere Zukunft für die Kinder

Das Leben in Sarwan ist unberechenbar. Auf Dürreperioden folgen plötzlich Überschwemmungen: Die Hitze erstickt die Ernte und die Fluten ertränken das Saatgut. Jedes zehnte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag, weil es nicht genug zu essen hat. Auf die Überlebenden wartet meist die Feldarbeit - zur Schule gehen können sie oft nicht.

 

Sauberes Trinkwasser ist auch in Sarwan ein Problem. Neue Brunnen  verkürzen den Weg für die Wasserträgerinnen und reduzieren Krankheiten. © Maedje
Sauberes Trinkwasser ist auch in Sarwan ein
Problem. Neue Brunnen  verkürzen den Weg für
die Wasserträgerinnen. © Maedje

Über eine Milliarde Menschen leben in Indien. Die Wirtschaft im siebtgrößten Staat der Welt boomt, aber den Aufschwung spüren die wenigsten. Immer noch muss jeder Fünfte mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Von den 8.700 BewohnerInnen des Dorfes Sarwan im Nordosten des Landes ist knapp die Hälfte äußerst arm, jeder Sechste ist unterernährt. Die Menschen hier leben von der Hand in den Mund, denn wiederkehrende Dürren und Überschwemmungen lassen eine ertragreiche Landwirtschaft kaum zu. Die Männer ziehen als saisonale Wanderarbeiter weit weg von zuhause. Sie müssen ihre Familien mit Haus- und Feldarbeit allein zurücklassen. Den Kampf um ausreichende Ernten bestehen die Frauen nur, wenn die Kinder ebenfalls mit anpacken. Nur die Hälfte der Kinder kann deshalb überhaupt am Schulunterricht teilnehmen, nur jedes zweite von ihnen macht den Abschluss.


Das wollen die BewohnerInnen Sarwans nicht länger ertragen: Gefördert von der Welthungerhilfe, die Sarwan als Millenniumsdorf ausgewählt hat, nehmen die Menschen Sarwans die Verbesserung ihrer Lebensumstände in die Hand. In Versammlungen haben sie sich beraten und gemeinsame Prioritäten festgelegt:

  • Bessere Ernährung;
  • Sauberes Wasser
  • Schulbildung


Millenniumsziele: Bildung für die Kinder  
Die Millenniumsziele wurden formuliert, um allen Menschen dieser Erde die Chance auf selbstbestimmte Entwicklung zu ermöglichen. Wenn die Menschen Sarwans besseres Saatgut und sauberes Wasser nutzen, können sie die Felderträge steigern, ohne Mehraufwand zu betreiben. Dies sind Schritte, die Kräfte freisetzen: Zum Beispiel bei den Kindern, die nicht mehr auf dem Feld arbeiten müssen, sondern in die Schule gehen können. So hat die nächste Generation eine Chance, der Armut zu entrinnen. Zusammen mit der Welthungerhilfe gehen die Menschen Sarwans nun einer besseren Zukunft entgegen.

Letzte Änderung an dieser Seite: 19.08.2008
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Fakten:

Durchführung: Partnerorganisation Centre for World Solidarity (CWS) gemeinsam mit der Welthungerhilfe

Millenniumsziele: 1, 2, 3, 4, 7

Kooperationspartner: Bisher keine

Fortschritte

Das haben wir bisher im Millenniumdorf Sarwan geleistet (stetig aktualisiert)

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