Indien - Ziegen, Kredite und junges Gemüse

Kind mit Lamm, Indien. © DWHH
Indisches Kind mit einem
Lamm auf dem Arm. © DWHH

Fast 50 Prozent der ländlichen Bevölkerung im East Singhbhurn Distrikt, im Osten Indiens, leben unter der Armutsgrenze. Die kargen Erträge einer Landwirtschaft, die vom Monsum abhängig ist, reichen oft nicht für ein ganzes Jahr und können die Ernährung der Familien allein nicht sichern. In regelmäßigen Abständen kommt es zu Dürren. Mangelsituationen kurz nach den Aussaatzeiten tragen zum schlechten Ernährungszustand vom allem bei Kindern und Frauen bei: Jod- und Vitaminmangel sowie Anämie sind weit verbreitet.

Gemeinsam mit der indischen Partnerorganisation Swadhina setzt sich die Welthungerhilfe für die Verbesserung der Ernährungs- und Einkommenssituation der Menschen ein. Dabei wird vor allem die gesellschaftliche Situation der Frauen gestärkt. die in der ländlichen indischen Gesellschaft noch immer einen niedrigen sozialen Rang haben. Dabei spielen sie für die Gesundheit und Ernährung der Familien eine bedeutende Rolle.

Schulungs- und Trainingsmaßnahmen stehen daher im Zentrum der Projektaktivitäten. Unsere Hilfe zur Selbsthilfe umfasst aber auch die Beteiligung an Spar- und Kreditgruppen, welche den Frauen ein Startkapital zur Schweine- und Ziegenhaltung bietet. Daneben wird auch verbessertes Saatgut verteilt und der Zugang zu Trinkwasser sichergestellt.

Dieses Projekt ermöglicht insgesamt 600 Familien aus 10 Dörfern ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern und legt den Grundstein für eine gute Entwicklung in der Region.