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Myanmar - Menschen stärken für die Zukunft

Armut bekämpfen in Myanmar

Die Menschen packen es an - mit Schulungen, neuen Straßen und Dorfkomitees

Mit neuen Brücken sind die Verbindungen zu Nachbardörfern auch in der Regenzeit gesichert.
Mit neuen Brücken sind die Verbindungen zu Nachbardörfern auch in der Regenzeit gesichert.
Viele Kleinbauern müssen sich Geld für Saatgut und Geräte leihen; sie sitzen in der Schuldenfalle. © Brockmann
Viele Kleinbauern müssen sich Geld für Saatgut und Geräte leihen; sie sitzen in der Schuldenfalle. © Brockmann
Bildung schafft Zukunft. In Myanmar werden neue Schulen gebaut. © Brockmann
Bildung schafft Zukunft. In Myanmar werden neue Schulen gebaut. © Brockmann
Männer werden zu Mechanikern und Elektrikern ausgebildet.
Männer werden zu Mechanikern und Elektrikern ausgebildet.
Die Welthungerhilfe bietet Schulungen vor Ort an.
Die Welthungerhilfe bietet Schulungen vor Ort an.

Eine fast 50 Jahre andauernde Militärdiktatur und Bürgerkriege haben jeglichen Fortschritt in Myanmar behindert. Erst seit März 2011 geht es aufwärts, weil die Regierung einen Kurswechsel vollzieht. Es gibt viel zu tun: 32 Prozent der Bevölkerung leben in absoluter Armut. Auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft unterstützt die Welthungerhilfe die Bewohner des Landkreises Htan Tabin.

Htan Tabin liegt im Süden des Landes, nur 20 Kilometer von der Millionenstadt Yangon entfernt. Trotz der Nähe zur Metropole ist die Region, in der 140.000 Menschen leben, ländlich geprägt und kaum entwickelt: Das Straßen- und Wegenetz ist schlecht. Die Haupteinnahmequelle ist der Reisanbau. Doch eigene Reisfelder besitzt nur ein Drittel der Bevölkerung. Die anderen Menschen arbeiten als Helfer in der Landwirtschaft, Gelegenheitsarbeiter oder fliegende Händler. Diese Jobs sind oft unterbezahlt, viele Familien nehmen deshalb bei lokalen Geldverleihern Kredite zu überhöhten Zinsen auf. Schlechte Ernten, Arbeitsunfähigkeit oder Krankheiten machen es häufig unmöglich, das Geld zurückzuzahlen. Es ist ein Kreislauf der Armut.

Dorfausschüsse gehen Probleme an

Bei allen Aktivitäten der Welthungerhilfe in Htan Tabin geht es darum, die Menschen zu stärken, damit sie langfristig nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen sind. Der Aufbau von Dorfausschüssen zeigt bereits gute Erfolge: 23 Komitees planen selbst wie ihre Gemeinden sich weiterentwickeln sollen. Durch ihr Engagement wurden Schulen, Zugangswege und Brücken rund um Htan Tabin repariert. Über sichere und kürzere Wege gehen nun auch wieder mehr Kinder zur Schule.

Außerdem packen die Komitees das Thema "Verschuldung" an: Die Ersparnisse der Familien sollen nicht länger in den Taschen von Kredithaie landen. Deshalb gründeten sie Dorfentwicklungsfonds, die gemeinschaftliches Kapital zu guten Konditionen bereitstellen. Im Jahr 2012 konnten bereits rund 400 Mitglieder günstige Kredite erhalten. Die finanzielle Lage hat sich dadurch etwas entspannt.

Die Schulungen der Welthungerhilfe eröffnen den Bewohner neue Arbeitsplätze und Chancen: Frauen lernen nähen, Männer werden zu Mechanikern und Elektrikern ausgebildet. Und der Selbsthilfeansatz trägt Früchte: Viele kleine Geschäfte wurden seither eröffnet.Die Menschen in Htan Tabin haben begonnen, eigene Ideen zu entwickeln. Die Schulungen und die günstigeren Kreditbedingungen haben den Menschen Mut gemacht, neue Schritte zu wagen.

Gegenwart und Herausforderungen für die Zukunft

Und die Entwicklungen gehen weiter: Eine neue Schule soll 2013 gebaut werden und Straßen und Bewässerungskanäle über mehrere Kilometer Länge sind geplant. Insgesamt sollen 3.000 Menschen davon profitieren. Es liegt nun in der Verantwortung der Bewohner, ihre neu gefundene Selbsthilfekraft weiter zu erhalten. Über ihre neu geschaffenen Dorf- und Verwaltungsstrukturen erhalten die Menschen in Htan Tabin dauerhaft eine eigene Stimme – und tragen so zur weiteren Demokratisierung Myanmars bei.

Aktuelle Berichte zum Projekt
Ein Spartopf für Gesundheit

Ein Spartopf für Gesundheit

Die Welthungerhilfe unterstützt Familien in der Region Htan Tabin im Myanmar dabei, gemeinsam Geld zu sparen, um bei Notfällen die Kosten zum Beispiel für den Transport ins Hospital tragen zu können.

Daniela Schadt in Myanmar

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Projektbesichtigung am Rande der Reise des Bundespräsidenten

Daniela Schadt besuchte 2014 ein Projekt in Myanmar. Am Rande des Staatsbesuchs des deutschen Bundespräsidenten in Yangon, nahm sie die Gelegenheit wahr, das Dorf Sandar Yaw im Landkreis Htan Tabin zu besuchen.

Dorfladen statt Schulden

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Projektbesuch in Myanmar: Menschen schöpfen Hoffnung

Dorfladen statt Schuldenfalle dank Dorfkrediten und Spargruppen. Projektbesuch in Myanmar: Menschen schöpfen Hoffnung. 

Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe

Mitarbeiterin Stefanie Koop berichtet von ihrer Projektreise

Steffi Koop besuchte eines unserer Projekt im Süden Myanmars. Was sie dort erlebte, überzeugte sie eimal mehr: Hilfe zur Selbsthilfe wirkt!

Helfen Sie den Menschen in Myanmar und aller Welt dabei, sich ihre eigene Zukunft zu gestalten.
Projekt-Evaluation (2013) English: