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Wiederaufbau in Sri Lanka - Gemeinsam für den Frieden

Wiederaufbau nach dem Krieg

Gemeinsam für ein friedliches Sri Lanka

Die Menschen im Norden und Osten Sri Lankas mussten lange Zeit in Flüchtlingslagern leben. © Lohnes
Auf den Feldern wird wieder Obst, Getreide und Gemüse angebaut. © Lyons
Für den Verkauf auf dem Markt oder in kleinen Läden werden Seile gesponnen.

Mehr als ein Vierteljahrhundert herrschte in Sri Lanka der gewaltsame Konflikt zwischen der singhalesischen Regierung und den tamilischen "Liberation Tigers of Tamil Eelam". Erst im Mai 2009 hat die Regierungsarmee alle von den Rebellen kontrollierten Gebiete zurückerobert und der Bürgerkrieg wurde beendet. Jahrzehntelange Auseinandersetzungen haben ein zerrüttetes Land hinterlassen. Viele Bewohner des Nordens und Osten wurden mehrfach vertrieben und mussten lange Zeit in Flüchtlingslagern leben.

Die Welthungerhilfe und ihre Partnerorganisationen Sewalanka Foundation, Acted und Handicap International unterstützen die Menschen bei ihrer Rückkehr ihre ehemaligen Wohngebiete. Während der Vertreibung lagen hier die Felder jahrelang brach. Schulen und Kliniken wurden zerstört, auch Trinkwasserbrunnen müssen renoviert oder neu gebaut werden.

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Bauern arbeiten zusammen

In der Landwirtschaft arbeiten die Bauern zusammen: So kommen sie schneller und effektiver voran als Einzelne. Auf den Feldern pflanzen sie Reis, Linsen, Auberginen, Zwiebeln, Pfefferschoten und Tomaten an. Andere vermarkten Milch, Käse und Quark.

Einige Dorfbewohner haben sich zu Dorfspargruppen zusammengeschlossen oder sie nehmen Kleinkredite in Anspruch: Sie finanzieren damit die Gründung kleiner Läden oder Handwerksbetriebe.

In die Planung und Umsetzung aller Neuerungen werden die Gemeindemitglieder einbezogen: Es werden beispielsweise Dorfentwicklungspläne erstellt, die jeder einsehen kann.

Alle planen an der Zukunft mit

So können die Bewohner gegen Baumaßnahmen auch ihr Veto einlegen und selbst über die Entwicklung ihrer Dörfer entscheiden.
Die Dorfgemeinschaften sind untereinander vernetzt, damit ein Erfahrungsaustausch möglich ist. Damit es in den Gemeinden keine Missgunst gibt, und sich die Region gleichmäßig entwickelt, werden auch die Nachbargemeinden, in denen Nichtvertriebene leben, in die Projektaktivitäten einbezogen.

Die Projektarbeit der Welthungerhilfe in Sri Lanka ist vielfältig und setzt an der Weiterbildung der Menschen an. Denn Bildung ist in Sri Lanka ein nachhaltiger Schritt zur Sicherung des Friedens.

Besuchen Sie auch welthungerhilfesouthasia.org

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Aktuelle Berichte zum Projekt

Bio-Obst aus Sri Lanka

Mit organischer Landwirtschaft in die Zukunft

Die jüngste Geschichte Sri Lankas ist geprägt durch einen ebenso langen wie blutigen Bürgerkrieg. 26 Jahre dauerte der Konflikt zwischen der singhalesischen Regierung und den Tamilen, der erst 2009 endete. Hunderttausende Menschen flohen vor den Kämpfen in Flüchtlingslager. Die Jahrzehnte des Krieges haben ein zerrüttetes Land hinterlassen.

Der "Wundermann" von Sinnadamban

Iyanthurai Wikkineswaran ist in vieler Hinsicht ein ungewöhnlicher Mann. Nach einer Schulung durch die Welthungerhilfe hat er seinen Betrieb im Dorf Sinnadamban im Distrikt Vavuniya erfolgreich auf organische Landwirtschaft umgestellt.

Bauer Iyanthurai Wikkineswaran mit seinen Kindern.
Bananen aus organischer Landwirtschaft in Sinnadamban.

Sinnadamban hat auf organische Landwirtschaft umgestellt

Bauer Wikkineswaran benutzt biologische Pflanzenschutzmittel, die er aus Kräutern selbst herstellt, macht seinen eigenen Kompost und nutzt die Kräfte der Natur, um eine möglichst große Vielfalt an Nutzpflanzen ernten zu können.

Das eigentliche Wunder des "Wundermannes" lässt sich leicht erklären. Er verzichtet auf die vielerorts vorherrschende Monokultur. Meist werden in Sri Lanka großflächig Reis, Chili, Auberginen, Zwiebeln und Maniok angebaut. Iyanthurai dagegen verfolgt eine durchmischte Pflanzungsweise. Praktisch heißt das, er setzt schneller wachsende Pflanzen zwischen langsamer wachsende Pflanzen. Die eine Pflanze fördert dabei das Wachstum der anderen.

Langfristige Erträge statt schneller Profite

Es geht beim ökologischen Ansatz des "Wundermannes" vor allem um langfristige Erträge. Iyanthurai kann das ganze Jahr über ernten. Bauern dagegen, die ausschließlich Zwiebeln oder Chili anbauen, verdienen zwar ein bis zwei Ernteperioden lang gutes Geld, den Rest des Jahres aber verfügen sie über kein Einkommen.

Der Bio-Markt wächst auch in Sri Lanka

Noch sind Bauern, die ökologische Landwirtschaft betreiben, in Sri Lanka in der Minderheit. Organisch angebautes Obst und Gemüse sind ein Nischenprodukt. Aber die Nachfrage wächst stetig. Für Iyanthurai Wikkineswaran hat sich die Mühe gelohnt. Zwei Jahre nach der Rückkehr aus einem der Flüchtlingslager in sein Heimatdorf hat er dank der ökologischen Landwirtschaft sein Leben auf eine sichere und tragfähige Grundlage gestellt.

Die Welthungerhilfe unterstützt weitere 3.000 Bauernfamilien in Sri Lanka auf ihrem Weg aus Hunger und Armut. Bitte helfen Sie uns dabei!

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Fakten

Name des Projektes
Wiederaufbau in Sri Lanka

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