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Afghanistan - Neue Möglichkeiten durch Rosenanbau

Rosen für die Zukunft Afghanistans

Bio-Rosenöl schafft Einkommen für Bauern

Hoch oben in den Bergen Afghanistans duftet und blüht es. Inmitten der kargen Bergwelt in der Provinz Nangarhar gedeihen auf einer Fläche von 100 Hektar Rosen. Bereits im Jahr 2004 hat die Welthungerhilfe hat hier ein Projekt ins Leben gerufen: Bauern, die früher oft vom kargen Gemüse- und zum Teil auch vom Mohnanbau lebten, wird nun eine zukunftsreiche Alternative geboten.

Rosige Zeiten für die Provinz Nangarhar

Tatsächlich bot sich für dieses Projekt die Rose an: Die genügsamen Pflanzen wachsen auch in bergigen Regionen und auf kargen Böden. Und aus den wohlriechenden Blüten lässt sich ein qualitativ hochwertiges Produkt herstellen – das Rosenöl.

Bauern in Afghanistan trocknen Blüten für Rosenöl für den Export.
Bereits über 700 Bauern und ihre Familien kultivieren edle Rosen.
Kinder in Afghanistan werfen Rosenblüten in die Luft.
Ziel des Projektes ist es, den Bauern durch Rosenanbau neue Perspektiven und mehr Einkommen zu verschaffen.
Mit einer Dampfanlage werden die Rosen nun schonend destilliert.
Früher haben die Bauern die Rosenblüten über Holzfeuer in alten Kupferbottichen destilliert. Seit 2011 gibt es in der Stadt Jalabad eine Dampf-Destillationsanlage.

20 Bauern waren in der Anfangsphase bereit, ihr Glück mit der Rose zu versuchen. Rosen sind in Afghanistan traditionell mit positiven Werten verbunden. Drei Jahre nachdem die Rosenstöcke der Sorte „Damascener Rose“ auf 1.500 Meter Höhe gepflanzt worden waren, leuchtete die afghanische Bergwelt tatsächlich rosa: Die ersten Rosen waren ausgereift. Seitdem blüht es jedes Jahr in den Bergen Nangarhars, immer üppiger fällt die Rosenblütenernte aus. 

Rosenöl- und Blüten in Bioqualität

In den ersten Jahren wurden die Rosenblüten noch nach traditioneller Methode in Kupfertöpfen zu reinem Rosenöl destilliert. Die Nachfrage des als Bioprodukt zertifiziertem Öls war schon damals groß – denn reines Rosenöl ist ein wertvolles Produkt, das in vielen Kosmetikprodukten enthalten ist. Auf dem internationalen Markt erzielt es einen hohen Preis. Größter Abnehmer des kostbaren Öls ist ein großer deutscher Naturkosmetik Hersteller.

Große Nachfrage schafft Arbeitsplätze für gesamte Region

Weil die Nachfrage so groß war, wurden 2009/2010 die herkömmlichen Töpfe durch eine energieeffizientere industrielle Destille ersetzt, außerdem wurde das Anbaugebiet erweitert. In den vergangenen Jahren ist die Produktion des Rosenöls kontinuierlich gestiegen, gleichzeitig begeisterten sich immer mehr Bauern sich für die Idee: Aus der ursprünglichen handvoll Bauern, die die Rose kultivierten, sind inzwischen über 700 geworden. Dank des regelmäßigen Einkommens der Bauern, kommt auch die lokale Wirtchaft in den Gemeinden in Schwung.

Rohstoffe werden direkt vor Ort verarbeitet

Dank des Welthungerhilfe-Projekts geht es nicht nur den Bauern besser: es hat auch Vorbildcharakter für Afghanistan. Denn die Rohstoffe im Land produziert nicht nur produziert, sondern größtenteils auch direkt dort weiterverarbeitet. So werden viel höhere Preise beim Verkauf erzielt, als zum Beispiel nach einer Weiterverarbeitung im Ausland. Und dies kommt vor allem den armen afghanischen Bauern zugute.

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