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Studie: langfristig gegen Hunger und Armut in Haiti

Langer Atem lohnt sich!

Studie zeigt die Wirkung langfristiger Arbeit in Haiti

Das Klima im Norden Haitis ist alles anders als ‚traumhaft karibisch‘. Regelmäßig zerstören hier Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren die Lebensgrundlagen der Menschen. Die ohnehin spärlichen Ernten und das kostbare Ackerland werden immer wieder zerstört. So kämpfen auch die 37.000 Familien im Projektgebiet der Welthungerhilfe gegen Hunger und Armut.

Langfristig angelegte Projekte zeigen auf Haiti Wirkung.
Langfristig angelegte Projekte zeigen auf Haiti Wirkung.
Birgitta Hahn, Projektleiterin der Welthungerhilfe, spricht mit Schülern, die am Hygienetraining der Welthungerhilfe teilnahmen
Birgitta Hahn, Projektleiterin der Welthungerhilfe, spricht mit Schülern, die am Hygienetraining der Welthungerhilfe teilnahmen

Doch das und was genau sich durch das langfristig angelegte Programm für die Region um Jean Rabel verändert hat, dokumentiert jetzt eine Studie. Das Ergebnis ist ebenso informativ wie ermutigend, wie Birgitta Hahn, Länderreferentin Haiti der Welthungerhilfe, berichtet.

So haben sich etwa die landwirtschaftlichen Erträge stark verbessert: Bei den Grundnahrungsmitteln wie Mais, Bananen und Bohnen gibt es 50 bis 200 Prozent mehr Ernte. Dies wurde durch die neuen  Bewässerungssysteme erreicht, die auch in Dürrezeiten die Bewirtschaftung der Felder möglich machen. Außerdem wurden Brachflächen in fruchtbaren Boden verwandelt und damit mehr Ackerland geschaffen. Hinzu kommt der ganzjährige Anbau von Obst und Gemüse, sowie die Viehhaltung und in Küstengebieten die Fischerei. So steigen die Einkommen der Familien langfristig.

Alternativen zur Landwirtschaft bieten unsere so genannten Cash- oder Food-for-Work Modelle. Hier wird jeweils zehn Personen eine zehntägige Beschäftigung auf lokalen Baustellen angeboten. Als Lohn gibt es Geld oder Lebensmittel. Dadurch hat sich die akute Nahrungsmittelknappheit laut Studie um 30 bis 50 Prozent vermindert. Wichtig ist: Bewässerung, Erosionsschutz und Straßenbau führen zu strukturellen Veränderungen und damit zu langfristigen besseren Lebensbedingungen.

Die Studie zeigt: 15.600 Menschen profitieren von neuer Lebensqualität. Wir haben entscheidende Schritte in die richtige Richtung getan. Um künftig noch gezielter zu handeln, werden kleine Kurskorrekturen empfohlen, die an Erreichtes anknüpfen. Dabei gilt als oberstes Gebot, mit den Menschen vor Ort weiter eng zusammen zu arbeiten. Und auch hier dokumentiert die Studie, dass das Verantwortungsbewusstsein wächst: Die Gemeinde will schnell in eine selbstbestimmte Zukunft starten.

Aktuelle Kommentare

Die Haitianer werden noch Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte benötigen um die Aufbauarbeiten zu beenden. Es ist wichtig, dass sie den Aufbauprozess nach der ersten Nothilfe jetzt aktiv selbst begleiten bzw. selbst koordinieren und selbst bestimmen.
Die Aufbauhilfe muss eine Hilfe zur Selbsthilfe sein, wenn sie nachhaltig sein soll. Die Hilfsorganisationen wie die Welthungerhilfe müssen diesen Weg unterstützen und für das nächste Jahrzehnt Hilfsgelder einplanen, damit nicht auf halben Weg aufgehört wird.

Hoffentlich erhält Haiti die Chance für selbstbestimmten Aufbau mit Unterstützung durch die eingegangenen Gelder und weitere Mittel, damit die Menschen dort energisch an der eigenen Zukunft bauen können.
Der von der Welthungerhilfe eingeschlagene Weg ist gut und sollte so weiterverfolgt werden.
Vielen Dank für diesen Bericht und Ihren Einsatz in Haiti. Ich war nach dem Erdbeben vor zwei Jahren dort, und die Menschen und das Land liegen mir sehr am Herzen! Ich bin so froh, dass die Haitianer gute Hilfe zur Selbsthilfe bekommen, und dass sie Kraft und Mut finden, das Gelernte umzusetzen. Das liegt sicher auch an der Motivation der Helfer, die ihnen neuen Mut gibt, sich den Gefahren zu stellen. Vielen Dank dafür! Möge Gott ihre Arbeit segnen!

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