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Kenia - Projektbesuch

The "Stoney" Story

Wie Steine und Felsen in Kenia den Durst löschen

Mitarbeiterin Sonja Eberle berichtet von ihrer Projektreise und ihrem Besuch in Kenia.

Den ersten Bericht über meine zweimonatige Projektarbeit in Ostafrika möchte ich mit einer kurzen Geschichte über "Stoney", eine leckere Ingwer-Brause beginnen. "Stoney" kommt in Kenia meist in einer schönen retro 0,3 Liter Glasflasche daher und hat‘s in sich: Im Gegensatz zur in Deutschland handelsüblichen Variante, zieht einem ein Schluck "Stoney" fast die Schuhe aus. Scharf! Sehr scharf!

Weil ich im Supermarkt auf Dienstreisen gerne die Produkte einkaufe, die ich noch nie gesehen habe, durfte ich schon am zweiten Tag in Nairobi die Bekanntschaft mit dem Wundergetränk machen.

Eine Flasche "Stoney", eine kenianische Ingwer-Limonande.
Scharfe Limonade: "Stoney", eine kenianische Ingwer-Limonande.
Sonja Eberle sitzt vor den Felsregenfänge in Ukambani.
Sonja Eberle vor den Felsregenfänge in Ukambani, östlich von Nairobi.
Ein Kiosk in Kenia.
Gutes Angebot - ein Kiosk direkt am Rock Catchment.
Kenianer freuen sich über Projektbesuch.
Willkommenstanz für Sonja Eberle.

Leider bekommt man "Stoney" nicht in jeder Ecke des Landes – im Gegensatz zu seinem braunen colahaltigen Vetter. Und dennoch ist die Brause schon jetzt zu meinem Lebenselixier geworden, denn sie erstickt jede etwaige auftretende Übelkeit nach den spannenden, leider aber für meinen Magen völlig ungewohnten, Mahlzeiten im Keim.

Sauberes Wasser dank Felsregenfänger und Wasser-Komitee

Schnitt und Cut: Meine Projektbesuche in Kenia haben mich in der vergangenen Woche tief ins Landesinnere geführt. Ich habe den "Prototyp" aller Felsregenfänge für Regenwasser - die sogenannten Rock-Catchments in Ukambani, östlich von Nairobi besucht.
In dieser Region hat ein überaus engagiertes Wasser-Komitee mit aktuell 142 Mitgliedern in den letzten fünf Jahren sechs Wassertanks mit je 150m³ Speicherkapazität an einen riesigen Felsen gebaut. Mit vollem Erfolg! Bei Regen läuft nun das Wasser den steinigen und kahlen Felsen hinab und fließt entlang der gebauten Mauer in die Wasserbecken. In den diesjährigen sehr schlimmen Trockenmonaten Januar und Februar konnten die so gesammelten 900.000 Liter Trinkwasser fast 20.000 Menschen in der Region versorgen. Dank der sechs Wassertanks ist nun für Trinkwasserversorgung für Mensch und Tier in schweren Zeiten gesorgt!

Regenfänger ist Treffpunkt der Gemeinde und Motor für die Entwicklung

Weiteres Plus: Das Wasser-Komitee erkannte schon vor zwei Jahren, dass ihre Felsenregenfänger zum Gemeindetreffpunkt für die viele Menschen in der näheren und weiteren Umgebung geworden waren. Mit den Einkünften aus dem Trinkwasserverkauf und mit der gesamten Unterstützung der Dorfgemeinschaft richtete das Wasser-Komitee einen "Tante Emma" – Laden nebenan ein. Und dieser "Tante Emma" – Laden führt nicht nur Mais, Bohnen und andere wichtige Dinge für den Alltag, sondern ist für die Menschen vor Ort gleichzeitig Bank und Post. Und schlicht unglaublich: Er verkauft auch die Limo "Stoney"!

Die zweieinhalb Stunden im Geländewagen durch den Busch zurück in die nächste Stadt Makindu habe ich nach diesem Projektbesuch "gaaaanz" locker und in bester Stimmung abgesessen.

Aktuelle Kommentare

Ok, ich werde mir Mühe mit der Beschaffung und Überführung geben, I promise ; )
Toll, was so ein Felsregenfang für die Gegend leisten kann, in der er steht, echt beeindruckend!
Stoney würde ich auch echt gerne mal probieren, so eine Allzweckwaffe könnte man auch hier gut brauchen :).
Gesundes fast medizinisches Getränk mit positiver Nebenwirkung. Super diese Allzweckwaffe „Stoney“ Meine erste Assoziation war „steiniger Weg zu den Projektgebieten…“, ber die Auflösung ist sympathischer.
jke
Stoney, ftw! Bestes Getränk überhaupt, bei dem auch die Verpackung mit dem retro Kronkorken 1A stimmt. Gibt es wohl ausserhalb Ostafrikas nur noch in der Coca-Cola Zentrale...
Stoney ist eine ausgezeichnete LIMO ! Haette sicher auch bei uns grosse Marktchancen !

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