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Kuba: Revolution in der Küche

Wie aus Maniok Pizzateig wird

Mit ungewöhnlichen Rezepten krempelt das Ehepaar Vilda Figueroa und Pepe Lama die kubanische Küche um

Die Eheleute Vilda Figueroa und Pepe Lama sind dabei, die kubanische Küche zu revolutionieren: In ihrer Lehrküche, am Rande von Kubas Hauptstadt Havanna bringen sie ihren Landsleuten bei, wie man Nahrungsmittel auf – für kubanische Verhältnisse – ungewöhnliche Weise zubereitet. Die beiden geben Kochkurse und Seminare für Jugendliche und Erwachsene, haben gemeinsam 105 Kochbücher geschrieben und sind landesweit berühmt durch ihre wöchentliche Radiosendung „Gesunde Küche und Ernährung“.

Auch die Welthungerhilfe setzt auf die Kochkünste des Paares: Das Paar schult Mitarbeiter der Welthungerhilfe und Bauernfamilien wie man gesund kocht. Die Kochteilnehmer werden so gleichzeitig zu Multiplikatoren indem sie ihr Wissen an andere weitergeben. Unsere Mitarbeiterin Susanne Scholaen hat das Ehepaar in seiner Küche besucht.

Vilda Figueroa und Pepe Lama bereiten in ihrer Lehrküche auf Kuba eine Pizza zu.
Vilda Figueroa und Pepe Lama bereiten in ihrer Lehrküche eine Pizza zu.
Pizza à la Kuba: Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Pizza à la Kuba: Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Und es schmeckt auch noch gut: Welthungerhilfe-Mitarbeiter kosten die Pizza.
Und es schmeckt auch noch gut: Welthungerhilfe-Mitarbeiter kosten die Pizza.
Diese Speisen halten sich ein paar Monate: Vilda Figuero präsentiert Eingekochtes.
Diese Speisen halten sich ein paar Monate: Vilda Figuero präsentiert Eingekochtes.
Auch Öl und eingelegte Aprikosen stellt das Ehepaar aus Kuba her.
Auch Öl und eingelegte Aprikosen stellt das Ehepaar her.

In der Küche liegen Maniokwurzeln, Kochbananen, Mangos, Avocado und Yams. Das sind alles traditionelle Grundnahrungsmittel, wie sie in vielen Küchen der Karibik zu finden sind. Doch abgesehen von den Zutaten läuft bei Vilda Figueroa und Pepe Lama vieles anders als in einer traditionellen kubanischen Küche.

Verderbliches wird länger haltbar

Methoden, wie man schnell Verderbliches haltbar macht, sind in Kuba weitestgehend unbekannt. Deshalb verzehren die Kubaner Obst und Gemüse meist direkt nach der Ernte frisch. Doch das Angebot an Obst und Gemüse ist saisonal begrenzt: Mangos gibt es nur von Mai bis August, Avocados im September und Oktober. Ab November ist dann kaum Gemüse auf dem Markt erhältlich, da die eine Saison zu Ende ist und die neue Pflanzzeit erst begonnen hat. In dieser Zeit müssen die Kubaner fast ohne Vitamine klarkommen.

Allerdings nicht, wenn sie Vildas und Pepes Tipps befolgen: Sie bringen ihren Schülern bei, wie man Obst und Gemüse konserviert. So haben sie ein Holzgestell entwickelt, auf dem man zum Beispiel Tomaten oder Mangos in der Sonne trocknen kann. Die so getrockneten Speisen halten sich über Monate. In ihrer Schulungsküche zeigen Vilda und Pepe außerdem, wie man gebrauchte Flaschen und Glasbehälter sterilisiert, damit man sie danach zum Einwecken, Einsalzen oder vergären verwenden kann.

In Salz eingelegt - fast wie in Deutschland

Besonders gut kommen die Rezepte an, die erklären, wie aus Maniok, Kochbananen oder Yams Mehl für Pizzateig oder Kuchen hergestellt wird. Denn beide Speisen sind in Kuba heißgeliebt, aber normalerweise unerschwinglich – Mehl wird für viel Geld aus Amerika importiert.

Sehr stolz sind Vilda und Pepe auf ihr auf ihr Rezept für eingesalzene Gurken. Hier werden Gurken eingesalzen und drei Wochen vergoren. „Das ist fast so, wie man es in Deutschland mit Sauerkraut macht,“ sagt Vilda. Ob es auch ähnlich schmeckt, kann jeder selbst ausprobieren: Die Eheleute haben unserer Mitarbeiterin Susanne Scholaen das Rezept mitgegeben!

Das Rezept: Gurken auf kubanische Art

Zutaten:

- 1 kg Gurken – Bioware, unbehandelt, mit Schale verwenden
- 2 Esslöffel Salz

So wird´s gemacht:

Gurken waschen und in 2 cm dicke Scheiben schneiden. In einem Kunststoffbehälter schichtweise die Gurken einfüllen. Immer eine Schicht Gurken und dann etwas Salz darüber. Mit einem Teller abdecken und diesen beschweren, so dass langsam das Wasser aus den Gurken austritt und sie bedeckt. Pepe empfiehlt zum Beschweren eine mit Wasser gefüllte dichte Plastiktüte. Nach 3 Wochen sind die Gurken fertig.

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