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Philippinen: Taifun Haiyan in Visaya

Philippinen: Starkregen im Paradies

Taifun „Haiyan“ traf die Inselgruppe Visaya unvorbereitet. Das soll sich ändern.

(07.11.) Die zentrale Inselgruppe der Visayas ist ein Paradies für Taucher. Philippinen-Urlaubern war die Region bisher als überaus ruhig und friedlich bekannt. Taifune trafen vor allem das nördlich gelegene Luzon. Indonesien, Malaysia und Thailand fingen den zerstörerischen Tsunami im Jahr 2004 weitgehend ab. Und auch vom Bürgerkrieg, der auf der südlichen Inselgruppe Mindanao tobte, war bei den Bauern und Fischern der zentralen Inseln nicht viel zu spüren.

Arbeiter auf Panay in der Region Visayas lernen, sturmsichere Häuser zu bauen. © Justfilm
Arbeiter auf Panay in der Region Visayas lernen, sturmsichere Häuser zu bauen. © Justfilm

Umso größer war die Überraschung, als „Haiyan“ am 8. November 2013 auf die Visayas traf. Und umso schlechter war die Bevölkerung vorbereitet. Binnen weniger Stunden verwüstete der Wirbelsturm ganze Landstriche, tötete Tausende, vertrieb Millionen und stellte die bisherige Gesellschaftsordnung auf den Kopf. 

Schon vor Haiyan war Visaya arm

Visayas, das bedeutet die "Siegreichen"“. Diesen Namen trägt die Bevölkerung der Inselgruppe seit sie im 12. Jahrhundert dem Königreich Srivijaya dienten. Doch der Name erfüllte sich nicht – im Gegenteil: Erst zwangen Missionare ihnen den Islam, dann das Christentum auf. Von den natürlichen Reichtümern der Philippinen profitieren sie kaum. Schon vor "Haiyan" gehörte Visaya zu den ärmsten Regionen des Landes. 

Damit zukünftige Wirbelstürme die Menschen nicht noch einmal derart unvorbereitet treffen, unterstützt sie die Welthungerhilfe im Wiederaufbau und der Prävention. "Building back safer" heißt das Prinzip, nach dem einheimische Handwerker jetzt lernen, Häuser sturmsicher zu bauen. Sich so vorbereiten zu können, ist für die Filipinos in Visaya überlebenswichtig. Denn extreme Wetterereignisse wie Stürme, Starkregen und ihre Folgen werden zukünftig häufiger in dieser Region auftreten. Der Klimawandel macht eben auch vor Tauchparadiesen nicht Halt. 

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