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Simbabwe: Was tun gegen Cholera?

Was tun gegen Cholera?

Sibert Makuzah, Direktor eines Gesundheit-Dienstes in Simbabwe, über den Kampf gegen die Seuche

Sibert Makuzah (42) ist Direktor des City Health Departments, des städtischen Gesundheitsdienstes in Harare. Seit zwei Jahren ist seine Dienststelle Mitglied der „Environmental Health Alliance“ (EHA), die die Welthungerhilfe zusammen mit anderen Organisationen ins Leben gerufen hat. Wie diese Notfalleinheit hilft, die Cholera unter Kontrolle zu halten, erklärt er im Interview.

Notfalleinheit reinigt verstopfte Kanäle
Die Notfalleinheit Environmental Health Alliance reinigt verstopfte Abwasserkanäle. © Jens Grossmann
Menschen stehen um Brunnen
Sauberes Wasser aus dem Brunnen - die Cholera hat es hier schwer, sich auszubreiten. © Jens Grossmann

Was haben Sie für ein Gefühl, wenn Sie heute durch Harare gehen?

Sibert Makuzah: Ein gutes! Es stinkt nicht mehr, weil nicht mehr so viele Fäkalien herumliegen. Wir haben in den vergangenen Jahren einige öffentliche Toiletten in Harare gebaut. Die Menschen achten auf die Umwelt, es ist allgemein sauberer geworden.

Das heißt, es war nicht immer alles hygienisch?

Im Jahr 2008, als wir den schlimmen Cholera-Ausbruch hatten, waren die Zustände katastrophal. Überall gab es marode Wasserleitungen und von Müll und Kot verschmutzte Tümpel. Hier haben sich Cholera-Bakterien rasend schnell vermehrt. Zehntausende Menschen wurden infiziert, tausende starben.

In dieser Notsituation hat die Welthungerhilfe die „Environmental Health Alliance“ (EHA) ins Leben gerufen.

Das war eine wichtige Unterstützung für uns. Über die EHA hat sich meine Dienststelle mit andere Organisationen und Partnern vernetzt. Wir haben die Hilfe untereinander aufgeteilt: Die einen haben sich auf den medizinischen Bereich spezialisiert, sie versorgten Erkrankte und verteilten Medikamente. Andere setzten Wasserleitungen instand oder versorgten die Menschen mit sauberem Wasser. Wieder andere erklärten der Bevölkerung, wie eine Ansteckung mit Cholera vermieden werden kann. Weil die EHA eine so große Bandbreite an Hilfsleistungen abdeckt, kann sie sehr effektiv handeln.

War die Cholera damit für immer besiegt?

Nein, auch heute gibt es in Simbabwe noch Fälle. Doch schon beim kleinsten Verdacht auf Cholera kommt die EHA mit ihren Notfallplänen zum Einsatz. Wir haben gelernt, wie wir mit dieser Seuche umgehen müssen – und zu vermeiden, dass es wieder zu einem Disaster wie 2008 kommt.

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Sibert Makuzah, Direktor von City Health Departments