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Syrien: ein harter Winter für Flüchtlinge

Harter Winter in Syrien

Flüchtlinge erhalten warme Kleidung und Decken zum Schutz gegen die Kälte

In Manbij im Norden Syriens ist der Winter eingebrochen. Minusgrade, eisiger Wind und Schnee sind sogar in einem Haus unangenehm. Doch für manche Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, die nur leichte sommerliche Kleidung oder dünne Schuhe besitzen und in einem Zelt leben, ist die Kälte kaum auszuhalten.

Die Welthungerhilfe unterstützt gemeinsam mit syrischen und türkischen Partnern die Menschen in der Grenzregion mit Nahrung, warmen Decken und Matratzen gegen die Kälte.

Die Flüchtlingslager rund um Manbij sind eingeschneit.
Die Flüchtlingslager rund um Manbij sind eingeschneit.
Auch in den Zelten wird es immer kälter. Die Welthungerhilfe verteilt Decken und Matratzen.
Auch in den Zelten wird es immer kälter. Die Welthungerhilfe verteilt Decken und Matratzen.
Matratzen gegen die Kälte. Menschen nehmen weite Wege zu den Verteilungen auf sich.
Matratzen gegen die Kälte. Menschen nehmen weite Wege zu den Verteilungen auf sich.
In selbstgebauten, provisorischen Zelten überwintern die Flüchtlinge.
In selbstgebauten, provisorischen Zelten überwintern die Flüchtlinge.
Besonders betroffen von der Kälte sind die Kinder.
Besonders betroffen von der Kälte sind die Kinder.

Geflohen vor dem Krieg

Manbij ist überfüllt. Mit 120.000 Einwohnern leben mittlerweile doppelt so viele Menschen in der nordsyrischen Stadt wie vor Beginn des Bürgerkrieges. Dutzende Flüchtlingslager sind am Stadtrand entstanden. Viele Flüchtlinge stammen aus der umkämpften Region Aleppo; sie suchen hier nahe der türkischen Grenze nach einem sicheren Unterschlupf bei Verwandten, Bekannten oder in den provisorisch aus dem Boden gestapften Flüchtlingslagern. Doch auch hier liegt Anspannung in der Luft: Heizmaterialien sind knapp; es gibt kaum Jobs und die Stadt ist für so viele Menschen einfach zu klein.

Pakete mit Lebensmitteln, Decken und Winterkleidung gegen die Kälte

Bereits zum zweiten mal sind Hilfslieferungen der Welthungerhilfe eingetroffen. Im November konnten die ersten Pakete mit Nahrungsmitteln verteilt werden. Auch die Monatsration in der letzten Woche wurde bitter benötigt. Denn der Wintereinbruch mit unerwartet starkem Schneefall trifft die Syrer hart, mussten sie doch bei ihrer Flucht alles hinter sich lassen. Platz war nur für das Nötigste. Bisher konnten 3.320 Familien in und rund um Manbij mit Matratzen und Lebensmittel-Paketen versorgt werden. Eine Monatsration mit Reis, Nudeln, Linsen und anderen Nahrungsmitteln muss dabei im Schnitt sieben Mitglieder einer Familie ernähren. Weitere monatliche Hilfsrationen sind bis Ende Februar geplant.

Die eigenen Reserven sind aufgebraucht

Jede Woche kommen neue flüchtende Familien in der Region an. Das bedeutet auch immer eine Herausforderung für die Logistik und Koordination unserer Hilfe, berichtet Rüdiger Ehrler, Projektleiter der Welthungerhilfe in Syrien. Die letzten Reserven haben die Menschen auf der Flucht aufgebraucht, schnelle und spontane Nothilfe ist daher umso wichtiger – auch für die Flüchtlinge, die aus mittelständischen Verhältnissen mit Waschmaschine im Haus und einem Auto vor der Tür standen. "Das Leben hat sich für sie um hundert Prozent geändert. Sie sind nun auf Unterstützung angewiesen. Wir versuchen immer, einige Pakete für neue Flüchtlinge, die nichts mehr haben, aufzuheben", so Ehrler.

4.000 Winterpakete für die Menschen an der Grenze

In den kommenden Wochen plant die Welthungerhilfe daher weitere Verteilungen: Allein in den nächsten Tagen werden 4.000 Winterpakete mit Planen, Schlafmatten, Decken und warmer Winterkleidung ausgeteilt. Auch die Flüchtlinge in ein paar Kilometer Entfernung auf der türkischen Seite werden Unterstützung erhalten. Kerosin, Gas oder Holzkohle zum Heizen sind hier ebenfalls knapp. Eisige Kälte herrscht selbst tagsüber in den Flüchtlingsunterkünften und auf den nackten Zeltböden. Da kommen die Matratzen aus der Fabrik in Manbij gerade recht.

Die Menschen in Syrien brauchen weitere Hilfe. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende!

Die Hilfsmaßnahmen in Syrien werden finanziell unterstützt vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, People in Need und der Welthungerhilfe.

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