Klimakonferenzen

Klimakonferenzen: Worum geht´s?

Auf den jährlichen Klimagipfeln wird über die Zukunft unserer Erde verhandelt

Ob Kyoto, Kopenhagen, Doha, Lima oder wie in diesem Jahr Paris: Jedes Jahr treffen sich Regierungschefs, Organisationen und Aktivisten aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um bei der Weltklimakonferenz über die Reduktion von Treibhausgasen, Anpassungsstrategie und Klimafinanzierung zu verhandeln.

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung und kann nur gemeinschaftlich angegangen werden; Emissionen und die Erderwärmung kennen keine Grenzen. Bereits auf dem Weltgipfel 1992 in Rio wurde ein Übereinkommen über Klimaänderungen, die Klimarahmenkonvention ins Leben gerufen. Damit startete die Möglichkeit einer Zusammenarbeit der Weltgemeinschaft, um das Klima zu schützen und die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.

Klimakonferenz in Peru: Treffen von Außenministern in Lima. Credit: Wikimedia creative commons BY-SA 2.0 – Russavia
Klimakonferenz in Peru: Treffen von Außenministern in Lima. Credit: Wikimedia creative commons BY-SA 2.0 – Russavia

Wer nimmt an den Klimakonferenzen teil?

Seit 1995 findet jedes Jahr ein Klimagipfel statt, in den letzten Jahren ist die Anzahl der Teilnehmer stark gestiegen. Neben ausgewählten Regierungsvertretern der 194 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen nehmen auch Beobachter, wie zum Beispiel Nicht-Regierung-Organisationen (NGOs), Industrielobbyisten und Medien teil. Die Beobachter erfahren zwar, was in der Konferenz beschlossen wird und können mitargumentieren; sie haben jedoch keine Entscheidungskompetenz.

Weltklimakonferenzen, wie wirksam sind sie?

Die Klimakonferenzen wurden und werden heftig kritisiert – als folgenloses Diskutieren, als eine Event, welches für nur noch mehr CO₂-Ausstoß sorge. Angesichts der immer noch hohen Treibhausgasemissionen waren die Ergebnisse der bisherigen Konferenzen unzureichend.

Im Vorfeld werden große Erwartungen aufgebaut, die im Verlauf der Verhandlungen sukzessiv nach unten geschraubt werden. Am Ende wird zum Teil nächtelang diskutiert bis es ein Minimalkompromiss steht. Auch wir als Welthungerhilfe haben schon viele Konferenzen besucht und die Resultate als ungenügend bewertet.

Es geht bei den Klimakonferenzen um einen weltweit gültigen Orientierungsrahmen, um ein jährlichen medialen Weckruf, wie es um uns und unser Klima steht. Nicht zuletzt ist es ein Forum für jene Staaten, die als erstes vom Klimawandel betroffen sein werden und die nur allzu oft überhört werden.

Historischer Schritt: Das Klimaabkommen von Paris

Vom 30. November bis zum 11. Dezember 2015 verhandelte die Weltgemeinschaft in Paris über ein neues Klimaschutzabkommen. Mit einem historischen Ergebnis: Die Welt hat nun einen Klimavertrag, das Paris Agreement. Bei der 21. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP) in Paris haben 195 Mitgliedsstaaten einen globalen und rechtsverbindlichen Vertrag unterzeichnet. Mehr dazu im Welthungerhilfe Blog.

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Klimaabkommen in Paris
Anfang für eine gute Entwicklung?
Infomaterial

Studie: Auswirkungen des Klimawandels auf Ernährungssicherung.
Fallbeispiele aus Kenia, Pakistan und Peru.

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Klimawandel als Armutsfalle

Wie sollen Klimaschutz und Anpassung finanziert werden?
Mehr im Blog: Klimafinanzierung

Weltklimagipfel: Internationale Gemeinschaft muss „loss and damage“ systematisch angehen!
Mehr im Blog zum Thema Klimaschäden

Klimakonferenzen: Rückblick und heute

Klimakonferenz Paris 2015

Klimakonferenz Paris 2015

Paris: Ein neuer Klimavertrag steht Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene Kyoto-Protokoll legte erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern fest und ist das einzig völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik. Es sollte 2012 auslaufen, wurde nun bis 2020 verlängert. Seit drei Jahren wird über seinen Nachfolger verhandelt - das Pariser Abkommen. Am 12. Dezember 2015 ist es nun in Paris beschlossen worden und tritt ab 2020 in Kraft. Ein historischer Schritt: Die Welt hat nun einen Klimavertrag, das Paris Agreement. Erfahren Sie mehr.

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Highlights vergangener Konferenzen

Highlights vergangener Konferenzen

Eine globale Herausforderung durch einen globalen Konsens zu lösen, ist schwierig. Kein Wunder, dass sich bei der Formulierung von Klimaschutzzielen regelmäßig nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt wird. Dennoch sollte man die Bedeutung der Weltklimakonferenzen nicht unterschätzen. Das belegt ein Blick zurück auf die vergangenen COPs (Conferences of the Parties). Klicken Sie auf "Mehr Informationen" zur Vergößerung und zum Download der Grafik.

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Klimakonferenz 2015: Das Pariser Abkommen steht fest!

Zum Blog: Historisches Klimaschutzabkommen in Paris verabschiedet
Das Ziel ist ambitioniert. Doch der Weg dahin ist nicht wirklich klar.
Zur Pressemitteilung der Welthungerhilfe (13.12.2015)
Klimaabkommen von Paris ist historischer Schritt – Die vom Klimawandel betroffenen Länder brauchen Hilfe.

Mehr zum Thema: Klimakonferenzen und Klimapolitik