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Weltweit fördert die Welthungerhilfe nachhaltige Entwicklung in den Millenniumsdörfern

Millenniumsdorf Ayacucho in Peru: hier zeigen sich schon die ersten Verbesserungen. © ABA
Millenniumsdorf Ayacucho in Peru: hier zeigen
sich schon die ersten Verbesserungen. © ABA
Die Dörfer Ayacucho, Kanat Toch und Kongoussi liegen in drei verschiedenen Kontinenten. Doch eine Sache verbindet sie: Ihre Einwohner beteiligen sich tatkräftig an der Entwicklung ihres Heimatorts. Sie wollen einen eigenen Beitrag zur Erreichung der Millenniumsziele im eigenen Dorf leisten. Fachliche und finanzielle Unterstützung erhalten sie hierbei von der Welthungerhilfe.

Der Kampf gegen Hunger und Armut bleibt ein Dauerbrenner. Dass inzwischen über eine Milliarde Menschen nicht ausreichend zu essen haben und rund 1,4 Milliarden mit weniger als einem Dollar täglich überleben müssen, ist ein Skandal. Neben Konflikten und Katastrophen sind ungerechte gesellschaftliche Strukturen meist der Grund dafür, dass Menschen in Not geraten. Oftmals schaffen sie es nicht, aus diesem Teufelskreis wieder auszubrechen. Fakt ist: An Lösungsvorschlägen fehlt es nicht und Erfolge sind möglich, wenn an den Ursachen angesetzt wird. Doch viel zu oft fehlt der politische Wille zur Umsetzung.

 

Indische Frauen. © Schäfers
Indische Frauen. © Schäfers
Ziele der internationalen Staatengemeinschaft
Als sich im Jahr 2001 die Staats- und Regierungschefs aus 189 Ländern auf acht gemeinsame Millenniumsziele zur Armutsbekämpfung bis zum Jahr 2015 einigten, war dies ein positives Signal. Inzwischen sind diese Ziele weltweit bekannt. Sie sind messbar. Und sie stellen gewissermaßen den kleinsten gemeinsamen Nenner der internationalen Staatengemeinschaft für Armutsbekämpfung dar.

Auch die Welthungerhilfe stellt sich dieser Herausforderung und startete im Jahr 2006 die Initiative Millenniumsdörfer: In der ersten Phase bis 2010 beteiligten sich 15 Dörfer und Regionen in Lateinamerika, Afrika und Asien. In der zweiten Phase von 2011 sind bereits wieder elf Dörfer am Start, ein Teil von ihnen bereis seit Beginn der Initiative. Die Bewohner haben sich darauf verständigt, einen spürbaren Beitrag zur Erreichung von einem oder mehreren Millenniumszielen zu leisten.

Kinder an einem der neuen Brunnen in Kongoussi, Burkina Faso. © Grossmann
Kinder an einem der neuen
Brunnen in Kongoussi,
Burkina Faso. © Grossmann
Deutlich wurde in den vergangenen fünf Jahren, dass dieser Weg von Erfolg gekrönt ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Das Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe. Bei der Förderung der Dörfer bezieht die Welthungerhilfe bewusst die gesamte Region mit ein. Auch die Menschen aus umliegenden Orten profitieren von neuen oder besser ausgestatteten Schulen, Gesundheitsstationen sowie geschaffenen Einkommensmöglichkeiten in den Millenniumsdörfern.

 

Lokale Partnerorganisationen spielen bei der Beratung und Durchführung in vielen Millenniumsdörfern eine wichtige Rolle. In regelmäßigen Abständen schauen alle Beteiligten durch eine Art "Millenniumsbrille" - in Form des MDG-Monitorings - auf Entwicklungen im Dorf und überprüfen Fortschritte.


Für die Menschen in den Millenniumsdörfern geht es in erster Linie darum, dass sich ihre konkreten Lebensbedingungen verbessern. Eine erste Bilanz anlässlich des Weltarmutsgipfels 2010 zeigte, dass sich in vielen Orten bereits Erfolge eingestellt haben. Hilfe zur Selbsthilfe beinhaltet jedoch mehr. Lanfristig sollen die Bewohnerinnen und Bewohner der Millenniumsdörfer in der Lage sein, ihre Bedürfnisse zu äußern, sich zu organisieren und ihre Rechte einzufordern.

Letzte Änderung an dieser Seite: 22.10.2010
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