Im Fokus: Die Welthungerhilfe-Partnerorganisation Instituto Politécnico Tomás Katari (IPTK)

 


Welthungerhilfe-Mitarbeiterin
informiert sich über den
aktuellen Stand  im
Projektgebiet. © WHH

Nahrung, Kleidung, ein Dach über dem Kopf - diese elementaren Grundbedürfnisse werden vor allem bei armen Bevölkerungsgruppen selten befriedigt. Das trifft auch auf den Andestaat Bolivien zu. Das zentrale Anliegen des 1976 gegründeten IPTK besteht darin, diesen Menschen aktiv zu helfen. Das IPTK will durch seine Tätigkeit Anstöße zu einer wirtschaftlichen Entwicklung geben, die es ermöglicht, das familiäre Überleben zu sichern und Überschüsse zu erzielen. Dabei spielen der gemeinschaftliche Ansatz und die Eigenverantwortlichkeit der Zielgruppen eine herausragende Rolle. Die Zusammenarbeit mit den Bauernorganisationen und Dorfgemeinschaften basiert stets auf der grundsätzlichen Akzeptanz ihrer kulturellen Identität, ihres Wissens und auf der Einbeziehung ihrer bestehenden sozialen Strukturen.

 

Wesentliches Ziel der Arbeit des IPTK in der Provinz Chayanta ist die Organisation, Ausbildung und Beratung der lokalen Kleinbauern und deren Einbindung in die sozioökonomische Entwicklung des Landes. Hier hat das IPTK seinen regionalen Sitz in der Gemeinde Ocurí. In der Departementhauptstadt Sucre verfügt das IPTK über seinen Hauptsitz mit dem Zentralbüro, das für die zentrale Verwaltung zuständig ist, und dem Regionalbüro für die Projekte im städtischen Bereich von Sucre.



Seit 1985 hat der Projektträger seine Aktivitäten auf den städtischen Bereich von Sucre und auf Randgebiete der Provinz Bustillo ausgeweitet. Hier führt das IPTK zahlreiche Gesundheits- und Ausbildungsprojekte sowie Projekte zur spezifischen Förderung von Kindern durch. Der urbane Aktivitätenbereich hat sich in den letzten Jahren stark ausgeweitet und ist heute in seiner Bedeutung dem ländlichen Programmbereich gleichrangig.



Um eine möglichst integrale Entwicklung in Gang zu setzen, hat die Partnerorganisation ihre Arbeit auf Erwachsenenbildung (Alphabetisierung, Gewerkschaftsausbildung, Organisation von Dorf- und Frauenkomitees, handwerkliche und landwirtschaftliche Ausbildung, juristische Beratung), ländliche Infrastruktur und Aufforstung, landwirtschaftliche Produktion und angewandte Forschung ausgedehnt. Die Hinwendung zu den Sektoren Landwirtschaft und Infrastruktur ergab sich aus der Gesundheitsarbeit, der Dürrekatastrophe von 1982/83 und der mit dem Niedergang des Bergbaus in der Region verbundenen weiteren Reduzierung der staatlichen Präsenz in der Provinz Chayanta.

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