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Hilfe für Flüchtlinge im Irak

Überleben sichern im Irak

Nahrung, Wasser, Unterkünfte und Hoffnung für Vertriebene und Flüchtlinge im Irak

Die Flüchtlinge im Nordirak, meist Frauen und Kinder, stehen vor dem Nichts.
Die Flüchtlinge im Nordirak, meist Frauen und Kinder, stehen vor dem Nichts. © ACTED
Lebensmittellieferungen der Welthungerhilfe erreichen den Nordirak.
Lebensmittellieferungen der Welthungerhilfe erreichen den Nordirak. © ACTED
Absperrband und neue Matratzen: Die Flüchtingscamps wachsen von Tag zu Tag.
Absperrband und neue Matratzen: Die Flüchtingscamps wachsen von Tag zu Tag. © ACTED
Die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln ist im Grenzgebiet schwer.
Die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln ist im Grenzgebiet schwer. © ACTED

+++ Aktuelles +++

Im Juni 2016 hat die irakische Armee die Bewohner mit Flugblättern über geplante Rückeroberung Mossuls informiert. Heute ist die Stadt vollständig eingekesselt. Die Kämpfe können jederzeit beginnen und bis zu 1,5 Millionen Menschen zur Flucht zwingen.

Auf der Flucht vor Krieg und Gewalt

Der Irak ist wieder ein Land im Krieg. Seit der "Islamischer Staat" (IS) im August 2014 seinen Vormarsch im Nordwesten des Landes begann, wurden 3,3 Millionen Menschen vertrieben, darunter vor allem Jesiden und Christen. Viele sind bei Gastfamilien untergekommen, andere leben in Camps oder in Kellern und Hinterhöfen. Die Belastung der Bevölkerung ist hoch.

Den Menschen auf der Flucht fehlt es an Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Sanitäranlagen, medizinischer Grundversorgung, Kleidung und Decken. Sie brauchen Bildung und Arbeit. Kehren die Flüchtlinge später zurück, muss die zerstörte Infrastruktur, Energieversorgung, Schulen und Straßen wieder aufgebaut werden. Bereits jetzt sind viele Hilfsmaßnahmen unterfinanziert. Die Aufgaben sind gewaltig.

Helfen im IRAK: Das tun wir

Notunterkünfte für Flüchtlinge im Irak

Viele Flüchtlingsunterkünfte im Irak befinden sich im Norden, nahe des Dorfes Mahad und keine 30 Kilometer von der Front zum "Islamischen Staat“. So auch das Flüchtlingscamp Mam Rashan. Seit Beginn der Angriffe auf Jesiden durch den IS ist hier eine kleine Containerstadt entstanden. Täglich kommen neue Flüchtlinge an. Allein im August 2016 stellten wir 296 neue Wohncontainer bereit. Mehr als 200 Familien, die bis dato in unfertigen Gebäuden gelebt haben, haben so eine sicherere Unterkunft gefunden. 

In der Provinz Dohuk sicherten wir gemeinsam mit lokalen Partnern provisorische Unterkünfte für den Winter. Rund 1.800 Familien in 400 unfertige Ein- und Mehrfamilienhäuser erhielten Fenster, Türen, Toiletten und Duschen.

Die Arbeit der Welthungerhilfe im Irak (Stand: Ende August 2016)
Die Arbeit der Welthungerhilfe im Irak (Stand: Ende August 2016)

Nahrung und Wasser für Flüchtlinge im Irak

In mehreren Flüchtlingscamps, etwa im völlig überfüllten Bajid Kandala, unterstützt die Welthungerhilfe Flüchtlinge und Vertriebene mit Nahrungsmittelpaketen, Trinkwasser und Dingen des täglichen Bedarfs. Ein Essenspaket mit Reis, Linsen, Zucker, Bohnen, Tee, Salz, Nudeln und Tomatenpaste, kann eine fünfköpfige Familie 30 Tage lang ernähren. Doch der Bedarf steigt täglich mit der Zahl der Schutzsuchenden.

Gerade dort, wo viele Menschen Schutz suchen, reichen die bestehenden Frisch- und Abwasserleitungen nicht aus. Manche Leitungen wurden durch die Kämpfe zerstört oder waren bereits vorher marode. In den Provinzen Dohuk, Erbil, Sulimaniya und den zugänglichen Gebieten in Ninewa bauen wir Trinkwasser- und sanitäre Anlagen wieder auf.

Bildung und Hoffnung für junge Flüchtlinge im Irak

Wir fördern Gemeinsamkeit und den sozialen Zusammenhalt der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Auch Familien, die Flüchtlinge bei sich aufnehmen, profitieren von unseren Projekten.

In Dohuk, Erbil, Sulimaniya und den zugänglichen Gebieten in Ninewa wollen wir Flüchtlingskindern den Schulbesuch wieder ermöglichen. Um den Jüngsten wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben, bauen wir Schulen wieder auf und fördern, wo die Mittel ausreichen, Bildungsprogramme. 

Jetzt spenden!

Gemeinsam mit der Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der EU-Kommission (ECHO) werden die Maßnahmen im Irak koordiniert. Vor Ort arbeitet die Welthungerhilfe mit der nationalen Partnerorganisation von ACTED, dem türkischen AFAD und der Verwaltung der Dohuk und Erbil Provinz. Die Nothilfe wird vom Auswärtigen Amt (AA) finanziert. 

Beim Wiederaufbau und der Instandsetzung von Infrastruktur arbeitet die Welthungerhilfe eng mit dem Danish Refugee Council (DRC) zusammen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist ein weiteres Projekt zur Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur rund um das Sindjar-Gebirge geplant.

Vor Ort im Nordirak
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