Jahresbericht 2009

Neue Wege in der Zusammenarbeit mit fragilen Staaten

Jahresbericht 2009

Dr. Wolfgang Jamann und Bärbel Dieckmann präsentieren den Jahresbericht 2009.
Dr. Wolfgang Jamann und Bärbel Dieckmann
präsentieren den Jahresbericht 2009.
(07.06.2010). Die Welthungerhilfe hat im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte ihrer finanziellen Unterstützung in fragilen Staaten wie Sudan, Kongo, Haiti und Afghanistan geleistet. Knapp 76 Millionen Euro flossen in die Unterstützung von Flüchtlingen, in die Cholerabekämpfung, den Aufbau von Infrastruktur und in die landwirtschaftliche Entwicklung. Auch Bildung ist ein wichtiger Aspekt. "Wir haben in Haiti erlebt, welch dramatische Auswirkungen eine Naturkatastrophe haben kann, wenn sie einen Staat trifft, der schon vorher kaum funktionierte", sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, aus Anlass der Vorstellung des Jahresberichts 2009.

Die Welthungerhilfe will die Einbindung von lokalen Partnern bei der Zusammenarbeit mit fragilen Staaten besonders fördern, um auch dort langfristige Erfolge in der Entwicklungshilfe zu erzielen. "Als Nichtregierungsorganisation haben wir die Chance, die Menschen direkt zu erreichen", betont Dieckmann.

Dieckmann weiter: "Um langfristige Strukturen zu schaffen, müssen wir gemeinsam mit lokalen Partnern agieren. Partnerprojekte sind besonders erfolgreich, weil sie Arbeitsplätze schaffen, kulturelle Besonderheiten erkennen und berücksichtigen, aber auch die Belange der Armen in die nationalen Politiken bringen. Gleichzeitig können sie Veränderungen innerhalb der Länder und den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben.

Wir müssen die Menschen in den Entwicklungsländern unterstützen, ihre Rechte auch gegenüber ihren eigenen Regierungen einzufordern. Auch die Millenniumsentwicklungsziele werden nur erreicht, wenn in den fragilen Staaten Fortschritte erzielt werden."

Wie der Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, Dr. Wolfgang Jamann, berichtet, standen der Welthungerhilfe im vergangenen Jahr 31,9 Millionen Euro Spenden und 101,1 Millionen Euro an öffentlichen Zuschüssen zur Verfügung. Die Verwaltungsausgaben lagen bei 1,8 Prozent, der Anteil für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit bei 5,4 Prozent.



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