Millenniumsdorf Kanat Toch in Kambodscha:
Ein Dorf macht sich unabhängig

Ein Großteil der Menschen Kambodschas führt ein kärgliches Leben auf dem Land. Wenn nun private Investoren riesige Waldflächen für die Plantagenwirtschaft roden, bleibt den Kleinbäuerinnen und -bauern nur noch Hunger oder Abwanderung. Die Welthungerhilfe und die Menschen von Kanat Toch suchen einen Ausweg.

 

Viele Menschen in Kanat Toch sind unterernährt, weil eine falsche Bodenbewirtschaftung die Böden auslaugen. © Kopp
Viele Menschen in Kanat Toch sind unterernährt,
weil eine falsche Bodenbewirtschaftung die
Böden auslaugt. © Kopp
Das Dorf Kanat Toch liegt in einem Waldgebiet Kambodschas, nahe der Grenze zu Laos. Hier leben Menschen verschiedener Völker friedlich zusammen. Sie alle leiden an großer Armut: In Kambodscha haben 75 Prozent der Landbevölkerung nur das Nötigste zum Überleben. Land und Leute haben sich bis heute nicht von 30 Jahren Bürgerkrieg und Tyrannei erholt.

 

So auch in Kanat Toch: Der Ertrag von Äckern und Waldgebieten entspricht nicht einmal einem Dollar pro Tag. Die Folge: Die Kinder sind unterernährt und Krankheiten führen schnell zum Tod. Zudem machen Großinvestoren den Familien ihr Land streitig und schaffen mit Brandrodungen Platz für ihre riesigen Plantagen. Aus der Not schienen bisher nur zwei Wege zu führen: Die Männer suchten fernab der Heimat Arbeit in den Städten oder mussten als Zulieferer der Plantagen drückende Abhängigkeit ertragen. 


Diesen Lebensumständen wollen die Welthungerhilfe und die EinwohnerInnen von Kanat Toch andere Perspektiven entgegensetzen. In Versammlungen haben sie beschlossen, wie sie in den kommenden fünf Jahren Armut, Hunger und drohender Vertreibung entgegentreten wollen. Die Prioritäten des Engagements sind seitdem:

 

  • Verbesserung von Bodenbewirtschaftung;
  • Anbauvielfalt und Tierhaltung;
  • Verbesserte Wasserversorgung und
  • Hygieneberatung.


Mit Millenniumszielen Perspektiven schaffen

Mit der Unterstützung der Welthungerhilfe haben die Menschen Kanat Tochs eine Perspektive: Sie nutzen nun besseres Saatgut und neue Feldfrüchte. Sie verändern die Art der Tierhaltung und vermehren damit ihren Bestand. Zudem verfügen sie über sauberes Brunnenwasser und kennen sich mit wichtigen Regeln der Gesundheitspflege aus. Das alles sind Schritte, die die Millenniumsziele in die Wirklichkeit übersetzen. So erhalten die Menschen Kanat Tochs die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben ohne Benachteiligung.

Letzte Änderung an dieser Seite: 19.08.2008
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Fakten:

Durchführung: Partnerorganisation Cambodian Center for Development in Agriculture (CEDAC) gemeinsam mit der Welthungerhilfe

Millenniumsziele: 1, 7

Kooperationspartner: Viva con Agua de St. Pauli e.V.

Fortschritte

Das haben wir bisher im Millenniumsdorf Kanat Toch geleistet (stetig aktualisiert)

Länderinformationen 

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Galerie: Bilder aus dem Millenniumsdorf Kanat Toch in Kambodscha

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