Wo und wie wir arbeiten
Interaktive Karte: So geht's

Finden Sie unsere Projekte direkt in der Weltkarte! Per Klick auf die Symbole gelangen Sie zum Projekt. Oder suchen Sie mithilfe des Filters Projekte speziell nach Kontinent, Land oder Thema.

Kambodscha - Bauern kämpfen um ihre Landtitel und Rechte

Reisbauern kämpfen für ihre Rechte

In Kambodscha fordert die Bevölkerung ihre Landtitel ein

Kind in Kambodscha.
Wie sieht die Zukunft aus? Wo früher Wald und Reisfelder wuchsen, entstehen jetzt riesige Kautschukplantage.
Bäuerin in Kambodscha.
Die Bauern in Kambodscha fordern jetzt ihre Rechte ein.

Das Bergdorf Kanat Toch steht vor dem Ausverkauf: Großinvestoren machen sich breit. Wo früher Wald und Reisfelder wuchsen, entstehen jetzt riesige Kautschukplantagen. Die Regierung in Phnom Penh vergibt großzügig Landkonzessionen ohne Rücksicht auf die Bevölkerung. Die leidet Hunger und Armut, während die Investoren Profit machen.

Im Nordosten Kambodschas gehören 90 Prozent zu den besonders benachteiligten indigenen Bevölkerungsgruppen. Durch den akuten Raubbau reicht ihre Reisernte oft nur noch sieben Monate. Hinzu kommen verheerende Überschwemmungen und schwere Krankheiten durch verschmutztes Wasser. Jedes zweite Kind ist unterernährt und viel zu klein für sein Alter. Das ist landesweit der höchste Wert.

Die Welthungerhilfe verhilft den Menschen in Kanat Toch zu ihrem Recht. Sie erläutert ihnen die Gesetzeslage und klagt ihre Landtitel ein. Außerdem zeigt sie ihnen neue Methoden, den Boden zu schützen und gewinnbringend zu beackern.

Die Welthungerhilfe unterstützt die Menschen von Kanat Toch bereits seit 2005. Heute betreiben die Kleinbauern intensivierten Reisanbau. Ihre Erträge haben sich dadurch verdoppelt. Sie züchten proteinhaltige Fische in neu angelegten Teichen heran, Obst- und Gemüsegärten entstehen. Überschüsse verkaufen die Selbstversorger auf dem Markt. Die Menschen haben wieder Hoffnung geschöpft.

Ein Kernproblem im Dorf war die schlechte Trinkwasserversorgung. Die Menschen waren auf das schmutzige Wasser aus dem Fluss Se San angewiesen. Inzwischen haben sie mit der Welthungerhilfe und ihrer Partnerorganisation 52 Brunnen gebaut. Alle haben jetzt sauberes Wasser in ihrer Nähe. Latrinen und Waschbecken sorgen für bessere Hygiene. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung hat sich deutlich verbessert.

Aktuelle Kommentare

Sehr bedauerlich, sein Land zu verlieren, auf dem die Familie schon seit Jahrzenten lebt. Für mich nicht nachvollziehbar, aber eben traurige Realität.
Es erscheint mir ein immer größeres Problem zu werde n, dass die Regierungen sich immer weniger um das Wohl des einen Volks, aber immer mehr um die Interessen von Investoren kümmern.

Ihre Hilfe zur Selbsthilfe ist hier nur zu befürworten.

Ich hoffe jedoch dass von dem intensivierten Reisanbau

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Beteiligen Sie sich an der Diskussion und schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel. Ihr Name/Nickname wird dabei veröffentlicht, Ihre E-Mail Adresse selbstverständlich nicht.

** Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihren Kommentar erst prüfen, bevor dieser auf der Webseite erscheint. Weitere Informationen finden Sie in unserer Nettiquette.

* Pflichtfeld
Video zum Thema

Kein Land – kein Leben: Landraub in Kambodscha.

Landgrabbing in Kambodscha
Zwischen Kautschukplantagen und Luxushotels – Wie die Menschen in Kambodscha ihr Land verlieren