
Die Menschen in Kanat Toch, einem Dorf im Regenwald Kombodschas, sind bitterarm. Jedes zweite Kind ist unterernährt. Schuld daran ist die Profitgier großer Firmen. Sie holzten den Regenwald ab, von dem die Dorfbewohner lebten, wenn die Reisernte zu Ende ging. Sie verseuchten den Fluss, aus dem die Menschen ihr Trinkwasser schöpften. Sie nahmen vielen Bauern ihr Land, auf dem sie ihren Reis anpflanzten.

- Blühende Felder machen Hoffnung.
Zudem sind in Kambodscha die Folgen des mehr als dreißigjährigen Bürgerkrieges sowie der Schreckensherrschaft der Roten Khmer immer noch deutlich spürbar. Der Krieg kostete drei Millionen Menschen das Leben, das ist rund ein Drittel der Bevölkerung. Wirtschaftlich hat sich das Land bis heute nicht erholt und ist deshalb nur wenig entwickelt.
Strom gibt es in Kanat Toch nicht, und bis vor einigen Jahren auch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch seit 2004 baut die Welthungerhilfe Brunnen in der Region, unter engagierter Mithilfe der Bevölkerung. Seitdem sind nicht nur Krankheiten wie Thyphus oder Diarrhöe zurückgegangen. Da die Brunnen 20 Meter tief sind, führen sie sogar in Trockenzeiten Wasser und können zur Bewässerung kleiner Gärten genutzt werden, deren Ertrag nun für ihre Besitzer deutlich höher ausfällt. In Trainings erfahren die Bewohner außerdem Wichtiges zum Gemüseanbau sowie intensiven Reisanbau. Werkzeuge wie Hacken oder Körbe erleichtern die Arbeit.
Den Menschen im Dorf geht es besser. Das "Erfolgsmodell" Kanat Toch soll jetzt auch auf andere Dörfer übertragen werden. Bitte helfen Sie uns dabei!
