Katastrophenhilfe mit Plan und Verstand

Kinder sind besonders hilfsbedürftig, wenn eine
Katastrophe eintrifft. ©Kopp
In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben insbesondere Naturkatastrophen und damit der Bedarf an Nothilfeleistungen weltweit zugenommen. Die Welthungerhilfe spürt die wachsende Nachfrage nach schneller und professioneller Hilfe. Gleichzeitig beeinflussen veränderte politische Rahmenbedingungen, wie zunehmende militärische Interventionen und die Beteiligung der Bundeswehr an Auslandseinsätzen, die Arbeit der Nothilfeorganisation
Was ist Nothilfe?
Nothilfe ist die schnelle Hilfe in einer akuten Notsituation, beispielsweise nach einer Naturkatastrophe oder in der Folge eines bewaffneten Konflikts. Die betroffenen Menschen werden mit dem Notwendigsten versorgt, um ihr unmittelbares Überleben zu sichern. In der Regel handelt es sich hierbei um eine kurzfristige, nur wenige Monate andauernde Hilfe.
In manchen Ländern wie Sudan oder Sri Lanka wird Nothilfe inzwischen jedoch seit mehreren Jahren geleistet, da eine friedliche Lösung zwischen den politischen Akteuren des dauerhaften Konflikts nicht in Sicht ist. Die notwendige Stabilität für Rehabilitation und eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit fehlt.
Ein klarer Kopf in hektischen Zeiten
Die Planung und Durchführung von Nothilfemaßnahmen geschehen zumeist unter erheblichen Zeitdruck und mit logistischen Herausforderungen. Dies kann und darf jedoch nicht bedeuten, dass es keinen Anspruch auf Qualität und Effizienz in Katastrophenzeiten gibt. Die Welthungerhilfe handelt auch und insbesondere in Krisenzeiten nach festen Grundsätzen und klaren Richtlinien, die immer wieder überprüft und angepasst werden.
- Die Welthungerhilfe leistet „Hilfe aus einer Hand“, um die Verbindung von Nothilfe, Rehabilitation und Entwicklungshilfe zu gewährleisten und schon während der akuten Katastrophe die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung zu legen. Dieser Ansatz wird auch als „Linking Relief, Rehabilitation and Development“ (LRRD) bezeichnet. Lesen Sie mehr über LRRD>>
- Die Welthungerhilfe hat 1994 den Verhaltenskodex (Code of Conduct) des Roten Kreuzes unterzeichnet und sich sich zu dessen Einhaltung verpflichtet. Dieser umfasst einen Katalog von zehn international anerkannten Leitprinzipien, die die Grundhaltung humanitären Handelns in Katastrophen- und Krisensituationen definieren. Lesen Sie mehr über den Code of Conduct>>
- Die Welthungerhilfe bekennt sich zu den Sphere Standards, die auf der Basis internationaler Konsultationsprozesses humanitärer Institutionen und Rotkreuzbewegungen entstanden sind und qualitative Mindeststandards für die humanitäre Hilfe definieren. Lesen Sie mehr über die Sphere Standards>>
- Die Welthungerhilfe wendet das „Do no Harm“ Konzept in ihrer Arbeit an und achtet systematisch darauf, dass durch das Eingreifen von außen Konflikte nicht ungewollt verschärft und Selbsthilfeansätze / -potenziale nicht nachhaltig zerstört werden. Lesen Sie mehr über das "Do no Harm"-Konzept>>
Kontakt
Dr. Katrin Radtke
Referentin Entwicklungspolitik und
humanitäre Hilfe
0228 / 22 88 - 112
katrin.radtke@welthungerhilfe.de
Hubertus Rüffer
Referent Sicherheitsmanagement
0228 / 22 88 - 210
hubertus.rueffer@welthungerhilfe.de
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