Gefahr ist noch nicht gebannt

Das Wasser hat viele
Lehmhütten zerstört. © WHHWochenlanger Regen hat am Horn von Afrika – Äthiopien, Somalia und Kenia – zu Überschwemmungen von vielen Dörfern geführt. Zwar fließt das Wasser langsam ab, doch es regnet weiter. Laut Wetterprognose kann es noch bis Mitte Januar zu weiteren Niederschlagen kommen. Als Folge haben überflutete Latrinen und verschmutzte Brunnen sauberes Trinkwasser rar werden lassen. Die schnellste und effektivste Hilfsmaßnahme zur Reinigung des Wassers stellt in dem Fall die Anwendung von Chlortabletten dar.

Verteilung der Chlortabletten.
© WHH
Krankheiten abgewehrt
Die Welthungerhilfe hat im Distrikt Kwale an der Küste im Süden Kenias drei Millionen Chlortabletten verteilt. Davon profitieren ca. 200.000 Menschen. "Da die Verteilungen schnell und problemlos vonstatten gingen, haben wir viele Durchfallerkrankungen abwehren können", sagt Welthungerhilfe-Mitarbeiter Gunther Schramm. Eine Tablette reinigt 20 Liter kontaminiertes Wasser. Nach Bedarf wird weiter verteilt, allerdings ist ein Großteil bereits abgedeckt.
Warnung von Experten
Doch trotz der positiven Nachrichten ist die Gefahr von Krankheiten noch längst nicht gebannt. Experten warnen vor einer verstärkten Ausbreitung von Malaria und Durchfallerkrankungen ab Januar. Die anhaltende Feuchtigkeit stellt ideale Fortpflanzungsbedingungen für Moskitos dar. "Die Situation zur Zeit könnte nur die Ruhe vor dem Sturm sein", warnt Iris Krebber, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Kenia. "Der El Nino 1997/98 hat gezeigt, dass sich das Ausmaß der Katastrophe erst um eine Wochen verzögert vollends abzeichnete."
(Stand: 19.12.2006)
Das Auswärtige Amt (AA) hat der Welthungerhilfe 206.000 Euro zur Unterstützung der Flutopfer bereit gestellt.
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