Mit dem Klimawandel leben
Wie sich die Menschen an veränderte Bedingungen anpassen

- Eine Bäuerin in Peru bei der Ernte. © Lohnes
Hitzewellen, Dürren, Wirbelstürme und Starkenregen - der Klimawandel und seine Folgen sind nicht mehr zu übersehen. Der Klimawandel ist bereits voll im Gange, aufhalten kann ihn jetzt keiner mehr. Das Einzige was jetzt noch getan werden kann, ist die Folgen in Grenzen zu halten, indem die globale Erwärmung verlangsamt wird. Dazu müssen die Hauptverursacher, nämlich die Industrienationen und auch die Schwellenländer, die mit ihrer aufsteigenden Industrie extrem zur Klimaerwärmung beitragen, Verantwortung für ihre Lebensstile übernehmen: Sie müssen ihren Emissionsausstoß radikal zurückfahren. Weiterhin sind die reichen Länder gefordert, finanzielle Mittel bereit stellen, damit eine Anpassung an den Klimawandel vorangetrieben werden kann.
Die Menschen in Entwicklungsländern, die am heftigsten unter den Folgen des Klimawandels leiden, haben weniger Handlungsspielraum. Ihnen bleibt nur eine Möglichkeit auf den Klimawandel zu reagieren: Sie können sich ihm anpassen. Dabei sind die Menschen oft auf Hilfe von außen angewiesen. Es fehlt ihnen an finanziellen Mitteln, Bildung und Erfahrung, um es mit dem Klimawandel aufnehmen zu können. Politiker und Entwicklungsorganisationen, die bereit sind, diese Unterstützung zu geben, stehen damit vor einer neuen Herausforderung: Nicht nur Hunger und Armut müssen bekämpft werden – zeitgleich muss eine Anpassung an den Klimawandel stattfinden.

- In großen Speichertanks in Kenia wird Regenwasser gefangen. © Grossmann
Neue Methoden zur Wasserspeicherung
Bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen die Welthungerhilfe und ihre Partner bedürftige Menschen, die im ländlichen Raum leben und von der Landwirtschaft abhängig sind. Die Welthungerhilfe ist schon seit Jahren in diesem Bereich tätig – sämtliche Programme sind deshalb auf die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten und leben abgestimmt. Auch der Klimawandel ist seit einigen Jahren ein Aspekt, der in den Projekten der Welthungerhilfe berücksichtig wird. Das geschieht, indem die Anbaumethoden der Landwirtschaft auf neue klimatische Bedingungen abgestimmt werden.
Unter anderem wird Saatgut ausgebracht, das weniger empfindlich auf Hitze reagiert. Weiterhin wird mit wechselnder Fruchtfolge auf den Feldern versucht, ein frühzeitiges Auslaugen der Böden zu verhindern. Damit fruchtbarer Boden nicht bei Überschwemmungen oder Starkregen abgetragen wird, werden Bäume gepflanzt. Um die Wasserversorgung auch in Zukunft sicherzustellen, werden vorhandene Wassereinzugsgebiete geschützt und neue Methoden zur Wasserspeicherung entwickelt. Damit die Menschen nicht überrascht werden von Hurrikans, heftigen Starkregenfällen und anderen Extremwetterereignissen, die Folge des Klimawandels sind, wird die Katastrophenvorsorge in vielen Projektgebieten ausgeweitet.
Kontakt

Michael Kühn
Referent für Klimawandel
Tel.: 0228 / 22 88 - 323
michael.kuehn@welthungerhilfe.de
Klima-Spezial
Lesen Sie mehr über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Entwicklungskländer
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Blog-Beiträge
Michael Kühn bloggt aus Durban (8.12.2011)
123wir.org - Harold Williams in Durban (5.12.2011)
Link-Tipps
Klimaretter - das Magazin zur Klima- und Energiewende
Disaster Risk Reduction - Link zum Deutschen Komitee Kastrophenvorsorge e.V. (DKKV)
