Kongo: Straßenbau schafft Einkommen

Frauen packen beim Straßenbau der Welthungerhilfe im Kongo genauso mit an wie Männer. © Meissner

 

Die ökonomische Situation in der Demokratischen Republik Kongo ist seit vielen Jahren sehr schlecht. Im Human Development Index der UN von 2009 belegt es Rang 176 von 182 untersuchten Staaten und gehört damit zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Die Probleme des zentralafrikanischen Staates sind vielfältig: Unter dem Diktator Mobutu (1965-1997) zerfiel der Staatsapparat. In weiten Teilen des Landes wurde die vorhandene Infrastruktur zerstört. Ethnische, politische und soziale Auseinandersetzungen im Nachbarland Ruanda führten 1994 zum Zustrom von über einer Million Flüchtlingen. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen der letzten Jahre mit Plünderungen, Brandschatzungen und Massenvergewaltigungen verursachten ein enormes menschliches Leid mit mehrere Millionen Opfern.  

 

Straßenbau
Straßenbau
Aufbau der Infrastruktur

Seit 1999 unterstützt die Welthungerhilfe den Wiederaufbau wichtiger ländlicher Wegeverbindungen. Wichtigstes Straßenbauprojekt ist die rund 700 Kilometer lange Verbindung zwischen der Grenzstadt Goma im Osten und Kisangani am Kongo-Fluss. Einst eine zweispurige Nationalstraße, ließ der Diktator Mobutu diese wie andere Straßen bewusst verfallen. Er hatte Angst, dass Rebellen in den Provinzen sie zum Marsch auf die Hauptstadt nutzen könnten.

Etwa 550 Kilometer sind schon fertig gestellt. Wenn die Straße vollendet ist, wird der Handel zwischen den landwirtschaftlich sehr fruchtbaren Gebieten im Osten, über die Straße nach Kisangani und über den Kongo-Fluss, mit der Hauptstadt Kinshasa wieder möglich sein. Das Motto: Entwicklung durch Handel. Am Rande der Straße kehren Flüchtlinge wieder in ihre Dörfer zurück. Die Welthungerhilfe baut Straßen und Schulen und unterstützt die Landbevölkerung beim Anbau von Gemüse, Reis und dem Grundnahrungsmittel Maniok. (Karte des Projektgebiets).

 

 Kongolesen auf dem Weg zur Arbeit zur Baustelle der Welthungerhilfe.
Kongolesen auf dem Weg zur
Arbeit auf der Baustelle der
Welthungerhilfe.
Arbeitsplätze und Einkommen

Die Arbeiten werden, entsprechend den technischen Voraussetzungen, entweder in Handarbeit, oder unter Einsatz von schwerem Gerät durchgeführt. Alle Tagelöhner erhalten ein temporäres Einkommen. Weiterhin werden dauerhafte Arbeitsplätze durch den Unterhalt der Straßen geschaffen. Die Sicherung der Straßeninstandhaltung gewährleisten neu gegründete Dorfkomitees. Sie veranlassen und überwachen die Finanzierung von lokalen Wegewarten durch Einnahmen aus Mautgebühren.

 

Porträt einer Kongolesin, die Steine für das Straßenbauprojekt   kleinklopft. © Meissner
Porträt einer Kongolesin, die
Steine für den Straßenbau
kleinklopft. © Meissner
Keine Planung ohne Umweltschutz

Bei der Durchführung der Arbeiten werden Umweltschutzaspekte soweit wie möglich berücksichtigt. Abholzungen erfolgen nur dann, wenn eine dringende Notwendigkeit besteht. Baumschulen federn die Auswirkungen der Arbeiten ab, indem sie schnell für Neuanpflanzungen sorgen. Der Schutz der lokalen Flora und Faune wird dadurch erhalten. Für den Fall, dass geschützte Tiere und Pflanzen gefährdet werden, ist eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Naturschutzorganisationen geplant.

Das Straßennetz, welches der Kongo von der Kolonialmacht Belgien übernommen hatte, umfasste insgesamt ca. 152.400 Kilometer. Davon entfielen 58.000 Kilometer auf National- bzw. Überlandstraßen, 87.000 Kilometer auf Straßen mit lokaler bzw. landwirtschaftlicher Bedeutung und weitere 7.400 Kilometer auf Stadtstraßen.

 

 
Porträt einer Kongolesin, die Steine für das Straßenbauprojekt kleinklopft. © Meissner
Porträt einer Kongolesin, die
Steine für den Straßenbau
kleinklopft. © Meissner
Aufbau der Infrastruktur

Seit 1999 führt die Welthungerhilfe den Wiederaufbau wichtiger ländlicher Wegeverbindungen durch. Wichtigstes Straßenbauprojekt ist die rund 700 Kilometer lange Verbindung zwischen der Grenzstadt Goma im Osten und der Stadt Kisangani am Kongo-Fluss. Einst eine zweispurige Nationalstraße, ließ der Diktator Mobutu diese wie andere Straßen bewusst verfallen. Er hatte Angst, dass Rebellen in den Provinzen sie zum Marsch auf die Hauptstadt nutzen könnten.

Etwa 550 Kilometer sind schon fertig gestellt. Wenn die Straße vollendet ist, wird der Handel zwischen den landwirtschaftlich sehr fruchtbaren Gebieten im Osten, über die Straße nach Kisangani und über den Kongo-Fluss, mit der Hauptstadt Kinshasa wieder möglich sein. Das Motto: Entwicklung durch Handel. Am Rande der Straße kehren Flüchtlinge wieder in ihre Dörfer zurück. Die Welthungerhilfe baut Straßen und Schulen und unterstützt die Landbevölkerung beim Anbau von Gemüse, Reis und dem Grundnahrungsmittel Maniok. (Karte des Projektgebiets).

 

Straßenbau
Straßenbau
Arbeitsplätze und Einkommen

Die Arbeiten werden, entsprechend den technischen Voraussetzungen, entweder in Handarbeit, oder unter Einsatz von schwerem Gerät durchgeführt. Alle Tagelöhner erhalten ein temporäres Einkommen. Weiterhin werden dauerhafte Arbeitsplätze durch den Unterhalt der Straßen geschaffen. Die Sicherung der Straßeninstandhaltung gewährleisten neu gegründete Dorfkomitees. Sie veranlassen und überwachen die Finanzierung von lokalen Wegewarten durch Einnahmen aus Mautgebühren.

 

Keine Planung ohne Umweltschutz

Bei der Durchführung der Arbeiten werden Umweltschutzaspekte soweit wie möglich berücksichtigt. Abholzungen erfolgen nur dann, wenn eine dringende Notwendigkeit besteht. Baumschulen federn die Auswirkungen der Arbeiten ab, indem sie schnell für Neuanpflanzungen sorgen. Der Schutz der lokalen Flora und Faune wird dadurch erhalten. Für den Fall, dass geschützte Tiere und Pflanzen gefährdet werden, ist eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Naturschutzorganisationen geplant.

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Letzte Änderung an dieser Seite: 26.05.2010
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