Korruption

© KlauKorruption bezeichnet den Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer Funktion in Verwaltung, Justiz, Wirtschaft, Politik, oder auch nichtwirtschaftlichen Vereinigungen oder Organisation. Hierbei soll ein materiellen oder immateriellen Vorteil erlangt werden, auf den kein rechtlich begründeter Anspruch besteht.
Allgemein gilt die Definition: Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Vorteil. Korruption umfasst mehrere Dimensionen.
Weltweit entsteht nach Schätzungen der Weltbank durch Korruption jedes Jahr ein Schaden von mindestens 1 Billion US-Dollar. Besonders betroffen sind Entwicklungsländer, denen es an effektiven und stabilen politischen Institutionen fehlt – die klassischen Partner in der Entwicklungszusammenarbeit. In diesen Ländern wird die effiziente Allokation von knappen Ressourcen durch Korruption erschwert. Benötigte Hilfe wird verzögert oder ganz verhindert.
Die Bekämpfung von Korruption gehört zu den Kernaufgaben in der Entwicklungszusammenarbeit. Zahlreiche Regierungen und Organisationen, auch die Welthungerhilfe, haben Anti-Korruptionsrichtlinien verabschiedet. Die NRO Transparency International veröffentlich jährlich einen Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perception Index). Anhand dieses Indexes kann das wahrgenommene Korruptionsniveau in einem Land bestimmt werden.
