Jede Spende hilft!
Euro mehr weniger
IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC: COLSDE33
X
Bessere Einkommen und sauberes Wasser

Gegen den Hunger in Madagaskar

Madagaskar ist ein Land voller Gegensätze. Als tropisches Paradies mit langen Sandstränden und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt erfreut sich die viertgrößte Insel der Welt zunehmender Beliebtheit bei Urlaubern. Dabei wird die Schattenseite häufig übersehen: Weltweit gehört Madagaskar zu den Ländern mit der höchsten Rate an chronischer Unterernährung. Drei von vier Einwohnern leben von kleinbäuerlicher Landwirtschaft, die Erträge reichen jedoch kaum für den Eigenbedarf. Nur die Hälfte der 23,5 Millionen Einwohner hat Zugang zu sauberem Wasser.

Frau auf Feld
Das Leben auf dem Land ist hart. Deswegen wandern in Madagaskar viele Kleinbauern in Städte ab. © Toni

Zudem vernichten Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren immer häufiger die Ernten, zerstören die schwache Infrastruktur und machen der Landbevölkerung das Leben schwer. Daher wandern viele Familien in nahegelegene Städte ab, in der Hoffnung sich hier eine Existenz aufbauen zu können.

Wasser - keine klare Sache

Eine solche Stadt ist Tuléar, im Südwesten Madagaskars. Etwa 35 % der Einwohner sind zugewandert, und in den letzten 10 Jahren hat sich die Bevölkerungszahl mehr als verdoppelt. Mit dem unkontrollierten Wachstum der Stadt nehmen auch die Probleme zu: Müllberge und Abwasser am Straßenrand stellen gravierende Gesundheitsrisiken dar, denn Schadstoffe sickern ins Grundwasser und verseuchen Gewässer, Fliegen übertragen Keime auf Nahrungsmittel an Marktständen, Infektionskrankheiten haben leichtes Spiel.

Im ländlichen Umfeld der Stadt sieht es nicht besser aus: In einigen Distrikten haben lediglich 6 % der Bevölkerung sauberes Trinkwasser zu ihrer Verfügung. Neben der extremen Trockenheit der Region ist dies auch auf einen Mangel an Brunnen in den Dörfern zurückzuführen. Tiere trinken ebenfalls an den wenigen Wasserstellen. Dies führt nicht nur zu Verunreinigungen, sondern auch zu Konflikten um das knappe Gut Wasser.

Aufforstungsprojekt Madagaskar
Gemeinsam mit der Bevölkerung zieht die Welthungerhilfe schnell wachsende Obsbäume heran, die das Nahrungsangebot erweitern und dient gleichzeitig der Aufforstung erosionsgefährdeter Flächen. © Toni
Schulung in Madagaskar
In Schulungen lernen Kleinbauern außerdem, wie sie ihre Erträge steigern und so ihre Existenzgrundlagen verbessern können. © Toni

So hilft die Welthungerhilfe

Das Projekt, das die Welthungerhilfe gemeinsam mit der Bevölkerung durchführt, geht daher sowohl in Tuléar als auch in fünf ländlichen Gemeinden die dringlichsten Probleme gleichzeitig an:

  • In Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden entsteht in der Stadt ein System der Abfallbeseitigung und Wiederverwertung, ein Zentrum zur Lagerung und Trennung der Abfälle wird gebaut. Dies trägt zum Schutz von Grund– und Oberflächenwasser bei und schafft Arbeitsplätze.
  • Neue Wasserstellen verhelfen den Einwohnern in Stadt und Land nicht nur zu einer ausreichenden Menge an Trinkwasser, sondern auch zu guter Qualität, die einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit hat. Das Trinken von verunreinigtem Wasser führt z. B. zu Durchfallerkrankungen. Diese breiten sich schnell aus, da die meisten Menschen keine Seife zum Händewaschen nutzen.
  • Schulungen in Hygiene sind daher ein sehr wichtiger Bestandteil der Projektmaßnahmen. Hier erfahren die Familien, wie man Trinkwasser so transportiert und lagert, dass es nicht durch Keime verunreinigt wird, was Abkochen bewirkt und wann man sich die Hände waschen sollte.
  • Um die Existenzgrundlagen von Kleinbauern zu verbessern und der Landflucht entgegenzuwirken, werden Bauernfamilien im Gemüseanbau beraten und mit hochwertigem Saatgut ausgestattet.
  • Die Anpflanzung von schnell wachsenden Obstbäumen, die in Baumschulen herangezogen werden, erweitert ebenfalls das Nahrungsangebot und dient gleichzeitig der Aufforstung erosionsgefährdeter Flächen sowie dem Schutz des Grundwasserspiegels.

Bessere Einkommen - bessere Ernährung

Da fast die Hälfte der Haushalte in Tuléar unterhalb der Armutsgrenze lebt, konnten sich die Familien eine gesunde, ausreichende Ernährung bislang nicht leisten. Bei den Aktivitäten rund um die Müllentsorgung werden diese daher besonders berücksichtigt: Vor allem alleinerziehende Frauen und arbeitslose Jugendliche können sich durch das Sammeln der Abfälle und ihre Wiederverwertung eine Existenzgrundlage schaffen. Entsprechende Schulungen und die Ausstattung mit Material zum Sammeln der Abfälle unterstützen die Menschen dabei.

(Projektnummer: MDG 1040)

Jetzt spenden
Mehr über Wasserversorgung & WASH

Öko-Anbau in Madagaskar

Ernährung sichern im Einklang mit der Natur

Im Naturparadies Madagaskar häufen sich Naturkatastrophen, die Menschen leiden Hunger und Armut. Die Welthungerhilfe unterstützt Bauern im ökologischen Anbau. Und das hilft auch der Umwelt.

Kleinbäuerliche Landwirtschaft

Das Recht auf Nahrung durchsetzen

Drei von vier hungernden Menschen lebt auf dem Land. Dabei wird hier 70 Prozent der Nahrung produziert. Kleinbauern verdienen Unterstützung!

Kontakt
Kerstin Bandsom

Kerstin Bandsom

Informationsstelle

+49 228-22 88 127

Straßenfegerin in Toliara, Madagaskar.
Stolz & glücklich: Nirina ist Straßenfegerin in Tuléar