Unruhen in Madagaskar - Projektarbeit nicht gefährdet

Zehntausende demonstrieren in den Straßen der Hauptstadt Madagaskars. © Reuters
Zehntausende demonstrieren in den
Straßen der Hauptstadt Madagaskars.
© Reuters
(Febr. 2009). In Madagaskar, einem Projektland der Welthungerhilfe, eskaliert seit Mitte Dezember 2008 die politische Situation. Gründe für die Unruhen sind die gegenseitigen Anfeindungen zwischen den Kontrahenten Andry Rajoelina, Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo und dem Präsidenten, Marc Ravalomanana.

Während Rajoelina seiner Regierung vorwirft, den Reichtum des Landes an ausländische Firmen zu verschleudern sowie die Pressefreiheit einzuschränken, beschimpft der Präsident ihn als "Unruhestifter".

Offiziellen Angaben zufolge demonstrieren Zehntausende, vornehmlich in Antananarivo, gegen die Politik des Präsidenten. Dutzende Menschen sind bei den Krawallen bereits ums Leben gekommen.

 

Welthungerhilfe hilft in Madagaskar

Zur Kontrolle werden Kleinkinder werden regelmäßig gewogen. © Schernikau
Zur Kontrolle werden
Kleinkinder regelmäßig
gewogen. © Schernikau
Die Welthungerhilfe hat zwar vorübergehend ihr Büro in der Hauptstadt schließen müssen. Doch die Projektarbeit in Farafangana und Mananjari an der südlichen Ostküste kann mithilfe des lokalen Personals ungehindert fortgeführt werden. Mangel- und Unterernährung gehören in den Projektregionen zum traurigen Alltag der einheimischen Bevölkerung. Große Teile der Distrikte sind teilweise isoliert oder gar nicht zu erreichen, weil die notwendige Infrastruktur fehlt.

Die Welthungerhilfe fördert hier die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion. Dieses geschieht durch innovative Anbaumethoden, verbessertes Saatgut und durch den Ausbau der Bewässerungsflächen für den Reisanbau.

Des weiteren unterstützt die Hilfsorganisation die Gemeindeverwaltungen bei der Verbesserung der kommunalen Infrastruktur und der Bewirtschaftung der Gemeindefinanzen.

In den Ernährungszentren werden Mütter darin geschult, ihre Kleinkinder ausgewogener zu ernähren. Dadurch sollen die hohen bis sehr hohen Sterberaten gesenkt werden. Zur Bewältigung der unmittelbaren Folgen von Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen und Trockenperioden werden gezielt Nahrungsmittel an besonders Bedürftige im Rahmen von Food for Work-Maßnahmen verteilt.

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