Mali - Länderinformationen


Wasserstelle in der Nähe von Ler (Sahel).

Mali ist eines der ärmsten Länder  der Erde und belegt im Human Development Index 2007/08 Rang 173 von 177 untersuchten Staaten. Grund dafür ist vor allem die geographische Lage des westafrikanischen Landes in der Übergangszone zwischen der Wüste Sahara im Norden und den Trocken- und Feuchtsavannen im Süden, der so genannten Sahelzone. Das Klima ist geprägt von hohen Temperaturen, geringen Niederschlägen und spärlicher Vegetation. Da kaum Regen fällt, ist die Vegetation spärlich. Ackerbau ist ohne Bewässerung unmöglich und Viehzucht wird auf kargem Grasland betrieben.

 


Frauen auf einem Gemüse-
feld. © Riehle
Wenig Acker, viel Wüste

Die Entwicklung Malis ist stark abhängig von seiner Landwirtschaft. Von ihr leben ca. 75 Prozent der gesamten Bevölkerung. Sie trägt fast zur Hälfte des nationalen Einkommens bei. Dabei ist nur ein Viertel der 1,24 Millionen km² des malischen Staatsgebietes landwirtschaftliche Nutzfläche. Die klimatischen Bedingungen erklären die extremen ökologischen Unterschiede und das begrenzte landwirtschaftliche Potenzial: Mali besteht zu zwei Dritteln aus Wüste, weniger als zwei Prozent werden als Ackerland verwendet.
 

Dauerproblem Ernährung

Verursacht durch zu spät einsetzende, zu kurze oder ganz ausbleibende Regenzeiten sowie andere Naturkatastrophen kommt es daher immer wieder zu katastrophalen Dürren und Hungersnöten. Die Folge: Mangel- und Unterernährung. 33 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt (UN, 2004). Nur etwa 50 Prozent der Menschen des Vielvölkerstaats haben Zugang zu frischem Trinkwasser. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 53 Jahren.

 


Frische Karottenernte.
© Bossler

Malis "Speiseplan"

Die Nahrungsmittel in Mali stammen aus eigener Produktion, aus Nahrungsmittelhilfen oder aus Importen. Mali produziert Getreide wie Hirse, Sorghum, Mais, Reis, und Fonio. Dazu kommen Cashcrops (Monokulturen, deren Produkte ausschließlich exportiert werden) wie Baumwolle, Erdnüsse, Sesam und Soja sowie Knollenfrüchte wie Yams, Kartoffeln, Maniok und Voandzu und Exportkulturen wie Obst und Gemüse, Rohrzucker, Karité. Viehzucht wird für die Produktion von Milch, Eiern und Fleisch betrieben. Weiterhin gibt es Fisch, Waldfrüchte und Honig. Der von Jahr zu Jahr steigende tägliche Bedarf der Bevölkerung kann jedoch nicht mehr gedeckt werden.

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