Podiumsdiskussion

Mitleid war gestern

Podiumsdiskussion im Münchner Literaturhaus

(07.12.2012) Engagierte Diskussionen im Münchner Literaturhaus: Der Autor Ilija Trojanow, die Dramaturgin Manuela Soeiro aus Mosambik und die Welthungerhilfe-Pressesprecherin Simone Pott diskutierten darüber wie Entwicklungszusammenarbeit wirkt und was noch getan werden muss.

Durch den Abend führte die Journalistin Kathrin Steinbichler (2.v.r.). © Soulas
Anlass für die Veranstaltung war die Veröffentlichung des Jubiläumsbildbandes „Es ist möglich“ in dem unter anderem Manuela Soeiro porträtiert wurde. © Soulas
Simone Pott berichtete von der Projektarbeit der Welthungerhilfe. © Soulas
Die mosambikanische Schauspielerin Lucrécia Paco gab eine kurze Sequenz zum Besten. © Soulas
Der Autor Ilija Trojanow lebte mehrere Jahre in Afrika und in Asien. © Soulas
Bildband: "Es ist möglich. Vorbilder für eine bessere Welt. 27 Porträts."

"Ich habe von der Krise in Europa gehört", warf Manuela Soeiro gleich zu Beginn ein. "Aber wenn Sie die Situation von den 50 Menschen hier im Raum mit 50 Menschen in Mosambik vergleichen, würden Sie sehen was Armut bedeutet. Der durchschnittliche Mosambikaner hat nicht einmal 100 US-Dollar im Monat zur Verfügung." Diese Aussage hat die Gäste im Literaturhaus zum Nachdenken angeregt.



In der weiteren Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass die Welt ein Stück gerechter werden muss. Ilija Trojanow vertrat die Position, dass "es sowohl strukturelle Änderungen auf politischer Ebene geben muss, als auch jeder Einzelne in seinem Alltag etwas zu einer gerechteren Welt beitragen kann." 

Seit nunmehr 50 Jahren setzt sich die Welthungerhilfe für eine Welt ohne Hunger und Armut ein. Wie sehr sich die Arbeit im Laufe der Zeit verändert hat, zeigt sich am gegenwärtigen Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit.

"Heute geht es nicht mehr darum eine Schüssel Mais oder Reis zu verteilen. Die Welthungerhilfe sieht die Menschen in ihren Projekten als Partner, nicht als Hilfsempfänger", so Simone Pott. Es gehe vielmehr darum Wissen zu vermitteln. Nur so können die Menschen ihr Auskommen aus eigener Kraft finden. "Wir hoffen unseren Auftrag zu erfüllen, so dass wir als Organisation in 50 Jahren überflüssig sind."

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Der Bildband zum 50. Jubiläums der Welthungerhilfe - mit Essays von Henning Mankell, Hans-Christoph Buch und Ilija Trojanow.

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Patricia Dittmann

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