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Aktion der Initiative Genießt Uns!: Essensretterbrunch

#Essensretterbrunch in Berlin

Trotz Sommerhitze kamen rund 2.500 Menschen zu Deutschlands größtem Brunch aus geretteten Lebensmitteln

Jährlich werden weltweit 1,3 Milliarden Tonnen (Quelle: FAO) Lebensmittel weggeschmissen. Gleichzeitig hungern auf der Welt über 795 Millionen Menschen. Das ist ein Skandal! Im Namen der Initiative „Genießt Uns!“ und gemeinsam mit dem WWF hat die Welthungerhilfe am 4. Juli zum Essensretterbrunch in Berlin eingeladen und so die Bundesregierung an ihr Vorhaben erinnert, bis zum Jahr 2020 die Nahrungsmittelverluste zu reduzieren. Informieren Sie sich hier über die Aktion.

Suppe aus Abfall? Schauspieler Andreas Hoppe und TV-Moderatorin Enie van de Meiklokjes beim Suppekochen.
Suppe aus Abfall? Schauspieler Andreas Hoppe und TV-Moderatorin Enie van de Meiklokjes beim Suppekochen. © Grabka
Trotz Sommerhitze kamen rund 2.500 Menschen zum Brunchen vor derm Berliner Hauptbahnhof.
Trotz Sommerhitze kamen rund 2.500 Menschen zum Brunchen vor den Berliner Hauptbahnhof. © Grabka
Koch und Politikaktivist Wam Kat schnippelte seit den frühen Morgenstunden Gemüse und Obst.
Koch und Politikaktivist Wam Kat schnippelte seit den frühen Morgenstunden Gemüse und Obst. © Grabka
Das Team der Welthungerhilfe; insgesamt halfen mehr als 200 Freiwillige.
Das Team der Welthungerhilfe; insgesamt halfen mehr als 200 Freiwillige. © Grabka
Das große Wegschmeißen stoppen - jeder kann etwas tun!
Das große Wegschmeißen stoppen - jeder kann etwas tun! © Grabka
Auch krumme Gurken kann man genießen. @Selina Pfrüner
Auch krumme Gurken kann man genießen. @Selina Pfrüner

Zum Essensretterbrunch sind am Samstag in Berlin rund 2.500 Menschen zusammengekommen. Bestückt wurde das Brunch-Buffet ausschließlich mit Lebensmitteln, die sonst in der Mülltonne gelandet wären, obwohl sie höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Trotz rekordverdächtiger Temperaturen von bis zu 37 Grad konnten wir gemeinsam mit mehreren tausend Menschen ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen.

Eine Tonne Nahrungsmittel vor der Tonne gerettet!

Schauspieler Andreas Hoppe (TATORT-Kommissar Kopper), der den Brunch eröffnete, erklärte: „Deutschland braucht einen nationalen Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung. Wir müssen es schaffen, die Verschwendung in den kommenden Jahren mindestens zu halbieren. Hier sind natürlich nicht nur die Politik und die Unternehmen gefordert. Jeder Einzelne von uns kann etwas tun. Wir brauchen eine neue Wertschätzung für unser Essen.“

Das große Wegschmeißen stoppen: Schnippeln unter freiem Himmel

Unter der Leitung von Koch und Politikaktivist Wam Kat schnippelten seit den frühen Morgenstunden mehr als 200 Helfer, darunter TV-Moderatorin Enie van de Meiklokjes. Rund 1.000 kg Gemüse wurden zu Salaten und Eintopf verarbeitet. Außerdem wurden CousCous sowie mindestens 100kg Backwaren ausgegeben, alles „Retourware“, die nicht mehr verkauft werden kann. Auch das Kaffee- und Teesortiment stammte aus Beständen, die etwa aufgrund beschädigter Verpackung nicht mehr ausgeliefert werden. Zudem wurden 30 kg gerettete Kirschen zu Marmelade verarbeitet.

Auch krumme Gurken genießen

Durch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Erzeuger bis zum Verbraucher - kann die immense Lebensmittelverschwendung verringert werden. Die Welthungerhilfe und der WWF Deutschland machen deshalb mit der Initiative "Genießt uns!" auf das Ausmaß der Verschwendung in Deutschland aufmerksam.

Warum engagieren wir uns als Welthungerhilfe gegen Lebensmittelverschwendung? 

Weggeworfene Lebensmittel in Deutschland haben mehr mit Hunger in Entwicklungsländern zu tun, als auf den ersten Blick offensichtlich ist. Was bei uns auf den Tisch kommt, wird zunehmend in Entwicklungsländern angebaut. Doch die Kleinbauern vor Ort profitieren davon nicht – im Gegenteil, oft werden sie durch große ausländische Konzerne von ihrem eigenen Land verdrängt. Auch die Umwelt leidet: Das Wegwerfen von Lebensmitteln ist  eine enorme Verschwendung kostbarer Ressourcen wie Energie und Wasser, die zur Produktion benötigt werden.

Gegen die Verschwendung von Lebensmitteln- vom Erzeuger bis zum Verbraucher!" sind neben der Welthungerhilfe und dem WWF Deutschland auch der Bundesverband Deutsche Tafeln e.V., die Verbraucherzentrale NRW e.V., United Against Waste e.V. sowie foodsharing.de. Unterstützt wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

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