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Junge Menschen lernen, den Hunger zu besiegen

Definition und Erklärung um Hunger, Armut und Entwicklung

Kleine Wissenshappen zum Schlauwerden

Kann man Hunger messen?

Ja! Mit dem Welthunger-Index (WHI) der Welthungerhilfe lässt sich die Ernährungssituation rund um den Globus vergleichen. Dafür erfasst der Index den Anteil der Unterernährten an der Gesamtbevölkerung, den Anteil der Kinder unter fünf Jahren mit Untergewicht und die Sterblichkeitsrate der Kinder bis zu fünf Jahren. 

Die Stärken des Index: Der WHI schließt unterschiedliche Auswirkungen des Hungers ein, die Indexwerte bieten einen schnellen Überblick und die Kombination von Faktoren verringert Messfehler. In unserer Mediathek finden Sie Unterrichtsmaterial zum Welthunger-Index 2011: "Die Nahrungsmittelpreise in den Griff bekommen". Das Material ist geeignet für die Oberstufe (ab Klasse 11) und die Erwachsenenbildung.

Mehr über den Welthunger-Index
Die Kinder in Burkina Faso freuen sich und sind stolz, dass sie zur Schule gehen dürfen.
Sind die Millenniumsziele erreichbar? Ja!

Sind die Millenniumsziele wirklich erreichbar?

Ja, und die Welthungerhilfe tritt den Beweis an! Im Jahr 2006 startete dazu die Initiative Millenniumsdörfer. Die Bewohner der beteiligten Dörfer in Afrika, Asien und Lateinamerika haben sich darauf verständigt, einen spürbaren Beitrag zur Erreichung von einem oder mehreren Millenniumszielen zu leisten. Das Prinzip lautet: Hilfe zur Selbsthilfe. Bei der Förderung der Dörfer wird bewusst die gesamte Region miteinbezogen und lokale Partnerorganisationen spielen eine wichtige Rolle.

Für die Menschen in den Millenniumsdörfern geht es in erster Linie darum, dass sich ihre konkreten Lebensbedingungen verbessern. Hilfe zur Selbsthilfe beinhaltet jedoch mehr. Langfristig sollen die Bewohner der Millenniumsdörfer in der Lage sein, ihre Bedürfnisse zu äußern, sich zu organisieren und ihre Rechte einzufordern.

Mehr zum Thema: Millenniumsdörfern

Gibt es ein Recht auf Nahrung?

Ja, jeder Mensch hat ein Recht auf Nahrung. Die Verantwortung zur Umsetzung dieses Rechts auf Nahrung ergibt sich aus Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (WSK Pakt), den die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1966 verabschiedet hat. Bis zum Jahr 2011 haben über 160 Staaten diesen Vertrag unterzeichnet. Damit die Staaten diese Verantwortung aber in ihre Politik umsetzen, sind weitere Schritte nötig. Im November 2004 haben 187 Nationen im Rat der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) die freiwilligen Leitlinien zum Recht auf angemessene Nahrung einstimmig angenommen. Damit haben die Leitlinien zwar ein hohes Gewicht, die hungernden Menschen sind aber auf den guten Willen ihrer Regierungen angewiesen. Die Welthungerhilfe unterstützt Partnerorganisationen dabei, das Recht auf Nahrung umzusetzen.

Mehr über das Recht auf Nahrung

Wer ernährt die Welt?

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) leben rund 2,6 Milliarden Menschen von der Landwirtschaft. 85 Prozent der weltweit 525 Millionen Bauernhöfe bewirtschaften weniger als zwei Hektar. Doch zusammengenommen sind das 60 Prozent der Anbaufläche. Diese Kleinbauern, so der Weltagrarbericht, produzieren den größten Teil der Nahrungsmittel. Es sind also die Kleinbauern, die die Welt ernähren. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher deutscher Bauer bewirtschaftete im Jahr 2007 gut 45 Hektar.

Kleinbauern ernähren die Welt
Wer ernährt die Welt? Es sind die Kleinbauern, wie diese Frauen in Indien, die auf den Reisfeldern arbeiten.
Wer ernährt die Welt? Es sind die Kleinbauern!

Wie viele Lebensmittel werden wirklich verschwendet?

Ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel - 1,3 Milliarden Tonnen! - verdirbt entweder auf dem Weg zum Verbraucher oder wird verschwendet. In Afrika und Asien entstehen die Verluste vor allem nach der Ernte wegen fehlender Lager- und Transportmöglichkeiten. In Industrieländern werden noch brauchbaren Lebensmitteln aus einem anderen Grund entsorgt: Verschwendung.

Pro Haushalt und Jahr werfen wir Nahrung im Wert von 390 Euro weg. Für jedes Kilo Lebensmittel fällt bei der Produktion, grob vereinfacht, ein Kilo des Treibhausgases CO2 an. Wer den Hunger und den Klimawandel beseitigen will, sollte nur einkaufen, was er wirklich braucht, und vielleicht auch mal zu Brot vom Vortag greifen. Manche "containern" oder "dumpstern" sogar, fischen also noch genießbare Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, aus den Müllcontainern von Supermärkten.

Tipps und Infos zum Thema

Was ist virtuelles Wasser?

Um Lebensmittel, Kleidung oder Autos zu produzieren, verbrauchen wir viel mehr Wasser, als wir glauben. In der Tasse Kaffee am Morgen stecken 140 Liter, in einem Kilo Rindfleisch 15.000 Liter, in einem einzigen DIN-A4-Blatt 10 Liter und in einem T-Shirt aus Baumwolle 4100 Liter Wasser.

Das ist virtuelles Wasser. Gemeint ist die gesamte Menge Wasser, die in einem Produkt enthalten ist und für seine Produktion aufgewendet werden muss. Geprägt hat den Begriff der britische Geograf John Anthony Allan im Jahr 1995. Virtuelles Wasser steckt natürlich auch in etlichen Importprodukten, zum Beispiel in Bohnen aus Ägypten, Tomaten aus Marokko oder Orangen aus Andalusien. Indem wir diese Produkte kaufen, importieren wir Wasser aus Regionen, die bereits unter Wassermangel leiden, und verschlimmern die Situation dort noch.

Zur Themenseite Wasser

Dokumentationsfilm Hunger - optimal für den Unterricht!

Der Film erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum kämpfen, eine der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Tage zu lösen: den Hunger in der Welt. In Mauretanien, Kenia, Indien, Brasilien und Haiti gehen Marcus Vetter und Karin Steinberger der Frage nach, wie Menschen mit dem Hunger leben, der jeweils andere Hintergründe hat. 

Durch diese Beispiele und zusätzliches Informationsmaterial zu den im Film gezeigten Themen werden die Ursachen und Folgen von Hunger sowie Handlungsmöglichkeiten schülergerecht und leicht verständlich dargestellt. Sehen Sie selbst!

Zur Themenseite Hunger
Aktionen und Materialien der Bildungsinitiative: Erfahren Sie mehr

Neue Wanderaustellung von FOOD RIGHT NOW

(2015) Die Welthungerhilfe präsentiert die neue Wanderausstellung "Schluss mit Hunger" der internationalen Bildungsinitiative FOOD RIGHT NOW.

Besserwisser-Wissen

Definition und Erklärung um Hunger, Armut und Entwicklung

MDG, Armut, Hunger, Recht auf Nahrung, virtuelles Wasser: Was bedeuten all die Begriffe? Food Right Now und die Welthungerhilfe erklären.

Materialsammlung FOOD RIGHT NOW!

Infosammlung, Aktionsideen, Hintergründe

Die Bildungsinitiative FOOD RIGHT NOW! klärt über den weltweiten Hunger auf. In der Mediathek haben wir Kampagnenmaterial für Sie zusammengestellt.

Engagement in Bildern

Die Gewinner aus 50 Einsendungen zum Food Right Now Film- und Fotowettbewerb

(2014) 50 Jugendliche inszenierten Hunger, Mangel und Überfluss. Die Gewinner-Werke des FOOD RIGHT NOW Film- und Fotowettbewerbs finden Sie hier!

Engagement, aber nachhaltig!

Food Right Now-Akademie brachte junge Leute aus aller Welt zusammen

(2013) Zwei intensive Tage lang schmiedeten 26 junge Weltveränderer Aktionspläne, wie sie sich gegen Hunger und Armut in der Welt engagieren und vernetzen können.

Kontakt
Antje Paulsen

Antje Paulsen

Team Bildung

+49 228-2288 205

Materialien

Unterrichtsmaterial für verschiedene Alterstufen.

Unterrichtsmaterial in der Mediathek

Infos

FOOD RIGHT NOW ist eine Bildungsinitiative der Alliance2015. Sie wird von der Europäischen Union unterstützt und in Deutschland von der Welthungerhilfe getragen.

Zur Website der Alliance2015

Unsere Kampagne in Aktion
Food Right Now - Aktuelle Berichte im Welthungerhilfe-Blog