"Sinnvolle Starthilfe für ein würdiges Leben aus eigener Kraft"

Michaela May in Madagaskar

Prominente Unterstützung für die Welthungerhilfe

Karge Landschaft, ausgetrocknete Flussbetten, rote Erde. So sieht der Südwesten Madagaskars aus. Hier liegt Tuléar, eine Projektregion der Welthungerhilfe, die Michaela May besucht hat. Die beliebte Schauspielerin engagiert sich schon seit einigen Jahren für die Welthungerhilfe. Die erfolgreichen Projekte in Madagaskar haben sie begeistert: "Es werden keine Almosen verteilt, sondern sinnvolle Starthilfe für ein würdiges Leben aus eigener Kraft gegeben."

Schauspielerin Michaela May war mit uns in Madagaskar. © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories
Schauspielerin Michaela May war mit uns in Madagaskar. © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories
Von den Erfolgen der Menschen aus der Projektregion Tuléar war sie sehr beeindruckt. © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories
Von den Erfolgen der Menschen aus der Projektregion Tuléar war sie sehr beeindruckt. © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories

Die Projekte der Welthungerhilfe geben Hilfe zur Selbsthilfe. So können sich die Menschen in Zukunft aus eigener Kraft versorgen. © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories
Die Projekte der Welthungerhilfe geben Hilfe zur Selbsthilfe. So können sich die Menschen in Zukunft aus eigener Kraft versorgen. © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories

 

Hunger auf dem Land stoppen

Madagaskar ist bei vielen als Urlaubsparadies bekannt. Die Realität auf der Insel an der Ostküste Afrikas ist weit weniger schön: Rund 92 Prozent der knapp 30 Millionen Madagassen leben unterhalb der Armutsgrenze. Vor allem im Süden und Südwesten des Landes ist der Hunger groß. 55.000 Kinder sterben hier jedes Jahr an Unter- und Mangelernährung. Die Folgen des Klimawandels verschärfen die Situation. Madagaskar gehört zu den am stärksten betroffenen Ländern.

Um Hunger und Armut entgegen zu wirken, unterstützt die Welthungerhilfe Kleinbauern in Madagaskar, denn rund 80 Prozent der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Im Dorf Ambatolily in der Kommune Millenaka unterstützt die Welthungerhilfe kleinbäuerliche Familien in der direkten Nachbarschaft von Naturreservaten. Illegale Abholzung ist hier ein großes Problem. In umfangreichen Schulungen erfahren die Kleinbauern, wie sie ihre Böden besser schützen und die Ernte-Erträge steigern können. Zudem wird Frauen in einem Aus- und Fortbildungsprogramm zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit verholfen.

Kontakt
Brigitte Schmitz

Brigitte Schmitz

+49 228-22 88 157

Über das Projekt
Straßenfegerin in Toliara, Madagaskar.
Stolz & glücklich: Nirina ist Straßenfegerin in Tuléar

Hühnerzüchterin Odette Samantha

Odette Samantha (51), Hühnerzüchterin

Weil ihre Tochter in einer weit entfernten Saphirmine arbeitet und von ihrem Mann verlassen wurde, trägt Odette Samanta die Verantwortung für ihre drei Enkel. Ihren Lebensunterhalt erwirtschaftet die 51-Jährige mit der Zucht von Hühnern. Früher besaß Odette nur wenige Hühner und einen Hahn. Sie wurden von Raubvögeln gefressen oder krank. Die Welthungerhilfe gab Odette neun Hühner als Grundkapital, damit sie einen Hühnerstall bauen konnte. Heute besitzt sie über 50 Hühner, die sie kostenlos impfen lassen kann, damit sie nicht so schnell krank werden. Auf ihren selbstgebauten Stall ist Odette besonders stolz.

Foto © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories

Marie Odile bestellt mit einer Frauengruppe ein Gemüsebeet.

Marie Odile (56), deckt den Vitaminbedarf

Ein anderes Beispiel für gelungene Hilfe zur Selbsthilfe ist Marie Odile. Die 56-Jährige ist motiviertes Mitglied einer Frauengruppe, die ein Gemüsefeld im Dorf bewirtschaftet. Neben Maniok wird vitaminreiches Gemüse wie Mais, Bohnen, Zwiebeln und Kartoffeln angepflanzt. So soll den Dorfbewohnern das ganze Jahr über eine gesunde Ernährung ermöglicht werden. Viele Madagassen ernähren sich nur von Reis oder Maniok und Süßkartoffeln. So bekommen sie nicht genügend Nährstoffe. Besonders Kinder sind häufig mangelernährt.

Foto © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories

Bei Marie Terie können Kleinbauern ihre Handys aufladen. So ernährt sie sich und ihre vier Kinder.

Madame Terie (41), hat eine Handyaufladestation

Nach einem Schlaganfall kann Madame Terie nicht mehr auf dem Feld arbeiten. Ihr Mann hat sie verlassen. Seitdem muss die 41 Jahre alte Frau sich und ihre vier Kinder alleine ernähren. Von der Welthungerhilfe erhielt sie gegen 25 Prozent Selbstbeteiligung eine kleine solarbetriebene Handyaufladestation. Für 300 Ariary (weniger als 10 Cent) kann man sich bei ihr nun sein Handy aufladen. Bis heute hat sie damit knapp 60.000 Ariary verdient und ihre Eigenbeteiligung längst wieder eingespielt. Ein Handy ist für die Kleinbauern auf dem Land überlebenswichtig. Nur so können Sie sich über Marktpreise für ihre Waren erkundigen, Kontakt zu Händlern aufnehmen und erhalten rechtzeitig Katastrophenwarnungen.

Foto © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories

Mademoiselle Voahirana (20), kümmert sich um die Pflanzenschule ihres Dorfes.

Mademoiselle Voahirana (20), kümmert sich um die Pflanzenschule

Mademoiselle Voahirana (20) kümmert sich gemeinsam mit anderen Frauen um die Pflanzenschule ihres Dorfes. Hier warten mehr als 8.000 junge Pflänzchen darauf, eingepflanzt zu werden. Wiederaufforstung ist ein wichtiges Mittel beim Kampf gegen Bodenerosion, Brandrodung und illegale Abholzung. Die Welthungerhilfe hat bereits über 30.000 Bäumchen mit der Bevölkerung des Dorfes am Rand des Nationalparks aufgeforstet. Setzlinge werden von der Organisation zur Verfügung gestellt, die Dorfbewohner kümmern sich um die Pflege.

Foto © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories

Frauenkooperative stellt Gemüse zur Verfügung

"Force de légumes" unter Madame Véronique (50)

Madame Véronique (50) ist Präsidentin der Frauenkooperative "Force de légumes". Die Frauen bewirtschaften ihre Felder selbst und bauen eine Vielzahl an Gemüsesorten an. Sie produzieren nicht nur für den Eigenverzehr, sondern verkaufen die Überschüsse ihrer Ernten auf dem lokalen Markt. So erwirtschaften sie sich ein zusätzliches Einkommen. Madame Véronique ist bei den Händlern für ihre Preisverhandlungen bekannt. Weil ihr Mann gestorben ist, sorgt sie alleine für ihre Kinder. Mit ihrem Ersparten will sie ihnen eine gute Schulbildung ermöglichen.

Foto © Michael de Boer/ actionpress für Bauer Stars&Stories

Frauenpower in Tuléar

Viele Frauen in der Region Tuléar leben in schwierigen familiären Verhältnissen und müssen als Alleinversorger sich selbst und mehrere Kinder ernähren.

Insbesondere die Frauenkooperative "Force de Légumes" von Madame Véronique hat Michaela May beeindruckt. Die Schauspielerin hilft den Bäuerinnen bei ihrem Besuch beim Schälen von Bohnen und Mais und drückt ihre Hochachtung für die Frauen aus: "Es ist schön zu sehen, wie sie dank der Hilfe der Welthungerhilfe aufblühen und zu selbstständigen Kleinunternehmerinnen werden!"

"Mit ein wenig Hilfe kann man viel bewegen"

Am Ende ihrer Reise ist Michaela May von der erfolgreichen Arbeit der Welthungerhilfe überzeugt: "Man sieht, dass es genug Nahrung gibt, um den Hunger zu beseitigen", sagt sie. "Mit ein wenig Hilfe kann man viel bewegen. Schon für circa 15 Euro erhält eine Familie Saatgut, Spaten und Schaufeln für das Anlegen eines Gemüsegartens. Bitte helfen auch Sie. Denn jeder hat ein Recht auf Nahrung!"

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