Welthungerhilfe – Prominente

Häkeln mit MyBoshi

Erfinder einer Mützenmarke verkaufen Häkelguides für die Welthungerhilfe - Mitarbeiter testen die Anleitung

Die Nadel unterheben? Oder die Wolle überheben? Welthungerhilfe-Mitarbeiter lernen das Häkeln.
Die Nadel unterheben? Oder die Wolle überheben? Welthungerhilfe-Mitarbeiter lernen das Häkeln.
Na also, geht doch! Marketingvorstand Michael Hofmann hat seine Mütze schon fast fertig.
Na also, geht doch! Marketingvorstand Michael Hofmann hat seine Mütze schon fast fertig.
Männer, da müsst ihr noch üben - MyBoshi-Gründer Felix Rohland gibt eine Lehrstunde.
Männer, da müsst ihr noch üben - MyBoshi-Gründer Felix Rohland gibt eine Lehrstunde.
Juhu, geschafft! Der Welthungerhilfe-Häkel-Kurs nach getaner (Hand-)arbeit.
Juhu, geschafft! Der Welthungerhilfe-Häkel-Kurs nach getaner (Hand-)Arbeit.

Mittagspause bei der Welthungerhilfe in Bonn. Statt Messer und Gabeln klappern heute die Häkelnadeln. Zunächst allerdings sehr verhalten. „Wie funktioniert eine Luftmasche?“, „Wann macht ein Farbwechsel Sinn?“ Die Welthungerhilfe-Mitarbeiter, die bei der Aktion mitmachen, runzeln die Stirn – oder sie lesen konzentriert im MyBoshi-Häkelguide nach.

Weiß-grüne Mütze in der Mittagspause

Bei größeren Problemen helfen die Oberfranken Felix Rohland (aus Helmbrechts) und Thomas Jaenisch (aus Konradsreuth) persönlich weiter. Hier den Faden ein bisschen fester ziehen, dort die Nadel unterheben. Michael Hofmann, Marketingvorstand der Welthungerhilfe, macht ein zufriedenes Gesicht. Gegen Ende der Mittagspause hat er seine Mütze in den Welthungerhilfe-Farben Grün und Weiß fast fertig gehäkelt. Auch die jungen Männer aus Franken sind zufrieden – wieder haben sie jemandem ihr schönes Handwerk nahegebracht.

Erstmals an der Nadel versucht haben sich die beiden in Japan: 2009 jobbten sie dort als Skilehrer. Zum Zeitvertreib am Abend brachten sie sich Häkeln bei. „Selbermachen macht nicht nur Spaß, es ist auch meditativ in diesem schnellen Leben“ sagt Thomas Jaenisch. Die Handarbeiten verhalfen aber nicht nur zu einem besseren Lebensgefühl – es kamen dabei auch ganz ansehnliche Mützen heraus.

MyBoshis auf der Skipiste verkauft

Neongelb, Orange, Blau oder Pink – Jaenisch und Rohland kombinierten viele Farben zu ungewöhnlich schönen Mustern. Ihre Werke trugen sie beim Skifahren zur Schau. Doch nicht lange: Australische Touristen kauften den Jungs die frisch gehäkelten Kopfbedeckungen von der Skipiste weg ab. Das war die Geburtsstunde der Häkelmützen „MyBoshis“. Was dieser Name bedeutet? „‚MyBoshi‘ ist zusammengesetzt aus dem englischen Wort für ‚meine‘ und dem japanischen Wort für ‚Mütze‘", erklären die Erfinder.

Den Häkelvirus wurden Jaenisch und Rohland auch nach ihrer Rückkehr nach Deutschland nicht wieder los. Die Anfragen wurden immer mehr, die Myboshis holten sich häkelbegeisterte Seniorinnen als Unterstützung. 40 „Häkelomis“ machen inzwischen bei MyBoshi mit, 25.000 Boshis-Mützen und 20 Millionen Wollknäuel zum selberstricken wurden bis 2013 verkauft.

Häkeln Sie für den guten Zweck!

Diesen Erfolg wollen die beiden Franken teilen. Ab September verkaufen sie in Deutschland in Handarbeits- und Wollfachgeschäften, sowie bei Karstadt und Kaufhof den Charity-Häkelguide für 2,95 Euro. Mit der Häkelanleitung kann jeder seine persönliche Lieblingsmütze nachhäkeln. Die Einnahmen aus der Aktion gehen an drei Hilfsorganisationen, unter anderem an die Welthungerhilfe. Also worauf warten Sie noch: Ran an die Nadeln und für den guten Zweck und die schöne Kopfbedeckung häkeln!

Video: Die Welthungerhilfe testet den Häkelguide

Zwei Nadeln, ein Wollknäuel und tausend... äh... zehn Finger. Die Welthungerhilfe-Mitarbeiter haben den Häkel-Guide schon mal vorab getestet. Kleinere Schwierigkeiten und große Erfolge zeigen wir im Video.

Kontakt
Brigitte <br /> Schmitz

Brigitte
Schmitz

Referentin

Tel.: +49 (0)228

22 88 157

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