Kann denn Mode Sünde sein? Trägt ethische Mode zur Armutsbekämpfung bei?

Kleine Baumwollpflückerin in Usbekistan. © Grabka
Kleine Baumwollpflückerin in Usbekistan.
© Grabka
Wir Deutschen sind Weltmeister im Textilverbrauch: Rund 26 Kilogramm Textilien kauft jeder Deutsche im Jahr. Baumwolle ist mit Abstand die wichtigste Natur-Textilfaser. Sie stammt hauptsächlich aus China, Indien, den USA, Usbekistan und Westafrika. Bis ein Kleidungsstück jedoch bei uns im Schrank hängt, hat es oft schon mehrere tausend Kilometer kreuz und quer über den Globus zurückgelegt. Die Ausbeutung von Mensch und Umwelt fängt meist schon auf dem Acker an und setzt sich bei den weiteren "Veredelungsstufen" bis hin zur Konfektionierung fort. In all diesen Stufen gibt es Kinderarbeit. Mehr als eine Million Kinder arbeiten Schätzungen der "Environmental Justice Foundation" zufolge allein auf den Baumwollfeldern dieser Welt.

Kinderarbeit ist eine besonders abstoßende Realität in der Textilbranche. Jüngste Skandale bei Zulieferern von Heine, Esprit und GAP zwingen Unternehmen, Verantwortung für die gesamte Textilkette zu übernehmen. Konsumenten legen zunehmend Wert auf "bio", "fair" und verlangen die nötige Transparenz. Doch kann Kleidung auch für den Massenmarkt sauber und sozialverträglich produziert werden? Wer gibt uns die Gewissheit? Gibt es so etwas wie "ethischen Konsum"? Welche Macht haben Konsumenten tatsächlich, was können, was sollten wir von der Wirtschaft, der Politik fordern?

Diese Fragen wird am 3. Dezember 2009 in der Modestadt Düsseldorf ein hochkarätig besetztes Podium diskutieren. Die Welthungerhilfe als Trägerin der internationalen Kampagne "Stopp Kinderarbeit! Schule ist der beste Arbeitsplatz" in Deutschland freut sich, folgende spannende Gesprächsteilnehmer gewonnen zu haben:

Peter Ingwersen, Designer und Chef des dänischen Luxuslabels Noir, 
Dr. Kirsten Brodde, Textilexpertin, langjährige Redakteurin des Greenpeace Magazins, Autorin von "Saubere Sachen" sowie
Dr. Alisher Ilkhamov, Mitarbeit in der "Cotton Campaign" zu Zwangsarbeit von Kindern in der usbekischen Baumwollindustrie.
Moderatorin ist Mirjam Gehrke von der Deutschen Welle.

Das Gespräch wird von Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, eröffnet.

Die Veranstaltung in deutscher und englischer Sprache findet im Design Department – Akademie für Mode und Kommunikation Düsseldorf statt, deren Ausbildung im Bereich Mode und Kommunikation nicht nur auf die Vermittlung fachlicher Kompetenz, sondern auch auf die Entwicklung eines sozialen und ökologischen Bewusstseins setzt.  
 
                   Donnerstag, 3. Dezember 2009, 19.00 – 20.30 Uhr
             Im Design Department Düsseldorf (Alte Fabrik Oberbilk),
             Mindener Straße 33a, Haltestelle Oberbilker Markt / Warschauer Straße


Wir freuen uns darauf, Sie zu unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Bitte teilen Sie uns per Mail mit, ob Sie teilnehmen werden.

 




                                           

Stopp Kinderarbeit - Schule ist der beste Arbeitsplatz

Die Veranstaltung

Trägt ethische Mode zur Armutsbekämpfung bei?

Donnerstag, 3. Dezember 2009,
19.00 – 20.30 Uhr
Im Design Department Düsseldorf (Alte Fabrik Oberbilk),
Mindener Straße 33a,
Haltestelle Oberbilker Markt / Warschauer Straße

Anmeldungen bei:

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