Ethno-Couture statt Ökolook: Modenschau für Brunnenprojekt in Äthiopien

Impressionen von der Modenschau WeltGewaender .
© Ludwig
Am 6. Oktober 2007 präsentierten die Akademie JAK Modedesign und die Welthungerhilfe in der Handelskammer Hamburg Beiträge zum internationalen Modewettbewerb WeltGewänder 2007. Designstudenten und die westafrikanische Modedesignerin Mimi Konaté haben mit Stoffen aus Mali, Peru und Indien hochmoderne Kollektionen entworfen und die inspirierenden, kraftvollen Materialien raffiniert mit europäischen Schnitten kombiniert. Der Erlös kam einem Brunnenbauprojekt im Dorf Sodo in Äthiopien zugute, dem Land mit der höchsten Unterernährungsrate Afrikas.

Modenschau 2007. © LudwigJunge Menschen erreichen, Aufmerksamkeit wecken, den Dialog zwischen Nord und Süd fördern. Das sind die Ziele des Modewettbewerbs WeltGewänder. Ingrid Albert-Kunz, Direktorin der Akademie JAK Modedesign, war von dem Projekt der Welthungerhilfe so begeistert, dass sie die jungen Modemacher einlud, ihre Modelle in Hamburg zu zeigen. "Mode ist ein internationales Geschäft, dessen Strukturen und Probleme jeder junge Designer kennen sollte. Wir möchten den Studenten vermitteln, dass die armen Länder nicht nur Rohstofflieferanten und Billiglohnregionen sind, sondern wichtige Partner für einen gemeinsamen fairen Handel stehen."
Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Welthungerhilfe, freut sich, dass das Projekt so viele Mitstreiter findet: "Mit der Aktion WeltGewänder wollen wir zeigen, dass es neben Not und Elend auch kulturellen Reichtum in den Entwicklungsländern gibt, den man erhalten muss. Und natürlich wollen wir damit auch auf uns aufmerksam machen und Menschen gewinnen, die uns im Kampf gegen Hunger und Armut unterstützen."
Der Erlös aus den Einnahmen der Modenschau ging an ein Brunnenbauprojekt in
Sodo in Äthiopien. Das nahe der Hauptstadt Addis Abeba gelegene Dorf wurde zusammen mit 15 Dörfern und Regionen weltweit von der Welthungerhilfe zum "Millenniumsdorf" ausgewählt. Beispielhaft will die Organisation zeigen, dass es möglich ist, die Lebensverhältnisse von Menschen in Not dauerhaft zu verbessern. In Sodo leben über die Hälfte aller Menschen in Armut. Vor allem Kinder leiden unter den harten Bedingungen, rund jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist unterernährt. Bald sollen sie von Verbesserungen bei der Ernährung, der Gesundheitsvorsorge und der Bildung profitieren.
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