Die Ergebnisse werden systematisch dokumentiert

Bestandsaufnahme vor Ort: Mitarbeiter der
Welthungerhilfe in Burkina Faso.
Über drei Kontinente sind die 15 Millenniumsdörfer der Welthungerhilfe verteilt. Das bedeutet unterschiedliche Menschen, Kulturen und landwirtschaftliche Bedingungen. In all diesen Bereichen muss die Weiterentwicklung einheitlich und vergleichbar dargestellt werden.
Damit das funktioniert, hat die Welthungerhilfe ein spezielles Bewertungssystem, das Langzeit-Monitoring, entwickelt. Erste Auswertungen liegen nun, fünf Jahre nach Beginn der Millenniumsinitiative, vor.
Um die Fortschritte in den Dörfern zu messen, hat die Welthungerhilfe die Bevölkerung von Anfang an gebeten, sich aktiv am Monitoring zu beteiligen. Denn nur wenn beide Seiten in intensivem Austausch stehen, kann die Weiterentwicklung genauestens gemessen werden. Das Bewertungssystem besteht aus zwei Teilen: einem Fragebogen (quantitative Methode) und jährlich stattfindenden Workshops mit repräsentativ ausgewählten Vertretern der Dorfbevölkerung (qualitative Methode).
Der Fragebogen:
Jeder zehnte Haushalt eines Millenniumsdorfes wird einmal im Jahr interviewt. Die Haushalte sind jährlich dieselben. Die Angehörigen beantworten immer die gleichen 72 Fragen. Auf diese Art und Weise erhebt die Welthungerhilfe einmal im Jahr entwicklungsrelevante Daten in den Dörfern. Die Fragen decken 25 der 60 Indikatoren ab, mit denen die Vereinten Nationen offiziell die Millenniumsziele überprüfen. Zum Beispiel gibt es Fragen zum Einkommen, zur Ernährungssicherheit, zur Trinkwassersituation oder zur Einschulungsrate.
Nach Auswertung der Fragebögen lässt sich die Entwicklung der Lebenssituation der Familien empirisch sehr genau darstellen. Darüber hinaus ermöglichen die Daten vergleichbare Aussagen über die Fortschritte bei der Erreichung der acht Millenniumsziele an den Standorten.
Die Situationsanalyse:

Teilnehmer eines Workshops
tauschen sich aus.Im Rahmen der Situationsanalyse (Participatory Impact Assessment) finden regelmäßige Workshops statt. Die Zahl der Männer und Frauen ist ausgewogen und es sind alle Altersgruppen vertreten. Die Berufe reichen vom Bauern über den Lehrer bis hin zum Dorfvorsteher. Zu Projektbeginn übertrugen 30 Teilnehmer aus jedem teilnehmendem Dorf die Millenniumsziele auf ihre Lebenssituation vor Ort. Pro Millenniumsziel definierten sie drei konkrete Entwicklungsziele, auf die sie sich bis Ende 2010 konzentrieren wollten.
In den Workshops wird besprochen wie weit sich die Menschen den Entwicklungszielen angenährt haben oder sie schon erreicht haben. Weitere Themen, die behandelt werden, sind: Armut, Hunger, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, Kindersterblichkeit, Gesundheit der Mütter, schwere Krankheiten und Umwelt.
Die Ergebnisse des Austausches mit der Bevölkerung sind richtungweisend für die Projektaktivitäten vor Ort. Anhand der systematisch dokumentierten Daten können Schlussfolgerungen aus positiven sowie negativen Erfahrungen der Arbeit gezogen werden. So ergibt sich die Möglichkeit, Hindernissen auf die Spur zu kommen und für zukünftige Prozesse bei Bedarf eine effektive Lösung zu finden.

Afghanistan - Quarabator
Angola - Mangue
Äthiopien - Sodo
Benin - Manigri
Bolivien - Cañadón Peñas
Burkina Faso - Kongoussi
Ecuador - San Andrés
Indien - Ghandhiji Songha
Kambodscha - Kanat Toch
Madagaskar - Anosikely
Mosambik - Mabote
Nicaragua - Auhya Pihni
Ruanda - Base-Kiryango
Tadschikistan - Veshab
