Die Ergebnisse werden systematisch dokumentiert

Aufmerksame Teilnehmer bei einem Workshop im
indischen Sarwan. Die Wirkungsorientierung in der Entwicklungszusammenarbeit hat seit der Verpflichtung zu gemeinsamen Entwicklungszielen im Rahmen der »Millenniums-Erklärung« und der »Paris Deklaration 2005« einen hohen internationalen Stellenwert. Deshalb sind die Gebergemeinschaft, aber auch Nichtregierungsorganisationen (NRO) mehr denn je gefordert, glaubwürdig nachzuweisen, dass sie die ihnen zur Verfügung gestellten Mittel effektiv einsetzen und einen sichtbaren Beitrag zur Entwicklung in den Partnerländern leisten. Um dies nachzuweisen, ist bereits bei der Planung von Programmen und Projekten eine ausdrückliche Orientierung an Wirkungen und die spätere Wirkungserfassung notwendig.
Wirkungen lassen sich anhand verschiedener Methoden erfassen. Die Auswahl der Methoden ist unter zum Beispiel von den Projektzielen, den lokalen Bedingungen und kulturellen Gegebenheiten vor Ort.
In den Millenniumsdörfern sollen nicht nur die Wirkungen unserer Arbeit erfasst, sondern der Beitrag der Welthungerhilfe zur Erreichung der Millenniumsziele (MDGs) sichtbar gemacht werden. Aus diesem Grund ordnen wir unsere Projektziele und Indikatoren den MDGs zu. Außerdem geben wir, um eine gewisse Verbindlichkeit herzustellen – zwei Erhebungsmethoden - vor:
Haushaltsfragebogen (quantitativ) und Workshop (qualitativ), die sogenannten "Participatory Impact Assessments", kurz PIA.

Alles wird genau erfasst. Mitarbeiter der Welthungerhilfe und ihre Partnerorganisationen führen regelmäßig Interviews - auf Basis einer repräsentativen Stichprobe - mit Familien eines Millenniumsdorfes durch. Die Antworten geben Aufschluss darüber, ob eine Verbesserung der Lebensbedingungen hinsichtlich der vom Projekt verfolgen Millenniumsziele eingetreten ist. So zeigt sich beispielsweise, ob sich die wirtschaftliche Situation verbessert hat, mehr Mädchen die Schule besuchen oder sauberes Wasser verfügbar ist und genutzt wird.
Zudem finden einmal im Jahr "Participatory Impact Assessments" statt. Während dieser Workshops erarbeiten und bewerten Frauen und Männer des Dorfes die Umsetzung der Millenniumsziele aus ihrer eigenen Sichtweise und bringen lokales Wissen über klimatische und kulturelle Besonderheiten in die Auswertung ein. So kann die Welthungerhilfe schnell auf aktuelle Entwicklungen und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort reagieren, um das Leben der Menschen auch wirklich nachhaltig zu verbessern.

Burkina Faso - Kongoussi
Indien - Ghandhiji Songha
Kambodscha - Kanat Toch
Mosambik - Mabote
Nepal - Korak
Nicaragua - Auhya Pihni
Peru - Ayacucho
Tadschikistan - Veshab
Uganda - Ogur
