Mabote in Mosambik: Ein Millenniumsdorf blüht auf

 

Zwei Mädchen aus Mabote vor einem Sonnenblumenbeet. © Kropke
Zwei Mädchen aus Mabote vor einem
Sonnenblumenbeet. © Kropke
Der Distrikt Mabote besteht aus den drei Siedlungen Banamana, Chitalahimbera und Mangalaze und liegt rund 500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Maputo. Im Jahr 2005 wurde Mabote von der Welthungerhilfe als Millenniumsdorf ausgewählt. Zu Beginn der Initiative beschlossen die Bewohner Mabotes, bis zum Jahr 2010 mehrere Millenniumsziele (Millennium Development Goals / MDG) aktiv umzusetzen.  Die folgende Bilanz zeigt, wie sich das Millenniumsdorf in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat.        

 

2005: Die letzten Nahrungsmittelvorräte sind aufgegessen

Mosambik ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Der 16 Jahre währende Bürgerkrieg von 1977 bis 1992 hat Not und Elend gebracht. 80 Prozent der Bevölkerung versuchen, von der Landwirtschaft zu leben, die meisten von ihnen ernten jedoch kaum genug zum Sattwerden. Die tödliche Krankheit AIDS verbreitet sich mit rasender Geschwindigkeit. Im Jahr 2005 leiden die Einwohner Mabotes unter Nahrungsmangel und Dürre. Im Dorf gibt es kein Trinkwasser, keine Schulen und keine Läden.

 

Die Menschen ernähren sich von Hirse, Süßkartoffeln oder Mais. Gemüse baut fast niemand an, weil das Wissen über  Anbaumethoden im Bürgerkrieg verloren gegangen ist. Bei Dürre und Hunger greifen die Menschen auf ihre letzten Saatgutreserven zurück. Damit setzt sich der Teufelskreis der Armut fort: Da die Hungernden ihre Vorräte aufessen, müssen sie in der nächsten Saison für teures Geld neues Saatgut kaufen.

 

Bildung spielt in der abgelegenen Region lange Zeit keine Rolle . Nach dem Krieg fand im Jahr 2004 erstmals wieder Unterricht statt – unter freiem Himmel. Mehr Jungen als Mädchen nehmen am Unterricht teil.  

 

2010: In neu angelegten Gärten wächst das Gemüse

Ein Bauer freut sich über seine Tomatenernte. © Welthungerhilfe
Ein Bauer freut sich über
seine gute Tomatenernte.
© Welthungerhilfe
Die Einwohner von Mabote schöpfen wieder Hoffnung. Sie haben den Schwerpunkt der Dorfentwicklung auf Bewässerungssysteme, Brunnenbau und angepasste Anbaumethoden gesetzt. Damit haben sie in vielen Bereichen Fortschritte erzielt: Durch den verbesserten Zugang zu sauberem Wasser sind Malaria und Durchfallerkrankungen zurückgegangen.

 

Da die Menschen nun in besserer gesundheitlicher Verfassung sind, sind sie aktiver geworden und nehmen ihr Leben in die eigene Hand. Sie organisieren sich in Dorf- und Wasserkomitees sowie Frauen- und Arbeitsgruppen. Über Fortbildungen der Welthungerhilfe erwerben sie praktische und theoretische Kenntnisse in Landwirtschaft, Weiterverarbeitung, Vermarktung oder Gesundheit.

 

Durch Bewässerung – auch mittels Gießkannen – wachsen heute Tomaten, Mango oder Ananas in den neu angelegten Gärten. Die Frauen haben gelernt, vitaminreiche Kost zuzubereiten und Gemüse zu trocknen und zu lagern. Dadurch ernähren sich die Dorfbewohner gesünder, sind seltener krank und können besser arbeiten und lernen.

 

In Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe haben die Männer und Frauen Schulen errichtet, so dass heute fast alle Mädchen und Jungen die Grundschule besuchen. Die Menschen von Mabote haben den Wert von Bildung erkannt. Damit wollen sie ihren Kindern bessere Chancen für die Zukunft geben.

 

 

Letzte Änderung an dieser Seite: 10.09.2010
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Durchführung: Partnerorganisation KULIMA, Welthungerhilfe

Kooperationspartner: Christian-Liebig-Stiftung e.V. (Hubert Burda Media)

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