Überflutungen in Mosambik: Weiterhin kein Absinken des Sambesi-Pegels – Ernteschäden sind kaum abschätzbar

Die Häuser am Sambesi-Delta stehen seit
Wochen unter Wasser © DWHHIm Sambesi-Delta herrscht immer noch keine Entwarnung vor der Überschwemmungsgefahr: Der Wasserpegel des Flusses liegt nach wie vor bedrohlich hoch. Bauernfamilien fliehen in die höher gelegenen Sammellager, wo mittlerweile 8.000 Personen versorgt werden müssen.
Seit Januar stehen die Häuser in den tiefliegenden Ortschaften der Sambesi-Mündung unter Wasser. Trotzdem verlassen viele Familien nur ungern ihre Häuser: In den Umsiedlungszentren reichen die Nahrungsmittel kaum für die Flutopfer, die zum Überleben auf die Hilfsgüter angewiesen sind. Seit Anfang des Jahres bestehen die Essenspakete nur noch aus Getreide. Eine ausgewogene Ernährung kann so nicht gewährleistet werden. Bisher gibt es jedoch noch keine Zusagen von Geldgebern für die dringend notwendigen zusätzlichen Nahrungsmittel.
Die heftigen Regenfälle der letzten Wochen haben auch weitreichende Folgen für die Ernährungssituation: Die Felder mit Maniok- und Maispflanzen sind seit Wochen überschwemmt. Ein großer Teil der Ernte ist verdorben. Damit fehlt den Familien, die ausschließlich von der Landwirtschaft und dem Fischfang leben, nicht nur die Ernte in diesem Jahr. Sie können auch kein neues Saatgut für die Aussaat im folgenden Jahr erzeugen.
Die Welthungerhilfe steht im engen Kontakt mit den Behörden im Distrikt Chinde sowie mit den Provinzbehörden in Quelimane. Langfristig möchte die Regierung die Bewohner der überfluteten Gebiete in höher gelegene Gebiete umsiedeln. Als Anreiz zum Verlassen ihrer Häuser soll den Bauern Land und Sachmittel zur Verfügung gestellt werden. Wenn diese Unterstützung jedoch nicht zeitnah bereit gestellt wird, kehren die Familien sobald wie möglich in ihre Häuser zurück. Eine langfristige Lösung ist das nicht: Schon im nächsten Jahr kann der Regen wieder die Flussbewohner aus ihren Häusern vertreiben – wie bereits im vergangenen Jahr.
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Flutopfer in Mosambik:
Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Nothilfe Mosambik
