Myanmar: Welthungerhilfe begrüßt Öffnung für humanitäre Helfer

Kinder sitzen in den Trümmern ihrer zerstörten
Schule in der Nähe von Rangun. © Reuters(23.05.2008). Die Welthungerhilfe begrüßt die Ankündigung des UN Generalsekretärs Ban Ki-moon, dass nun alle humanitären Helfer ungeachtet ihrer Nationalität Zugang zum Katastrophengebiet haben. "Wenn es nicht nur ein Gerücht ist, wäre es ein Segen für all die Menschen, die seit fast drei Wochen auf Hilfe von außen warten", sagt Angela Schwarz, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Rangun. Die Welthungerhilfe bleibt allerdings skeptisch, was die konkrete Umsetzung dieser angekündigten Öffnung bedeutet. Denn auch vor der Katastrophe konnten internationale Mitarbeiter von Hilfsorganisationen wie der Welthungerhilfe nur mit Reisegenehmigungen durch das Land fahren und mussten Fahrten vorher anmelden.
Die Welthungerhilfe gehört zu den wenigen Organisationen, die sofort nach der Katastrophe mit der Verteilung von Hilfsgütern beginnen konnte, weil sie bereits seit 2002 im Land tätig ist. In Rangun wurde über einheimische Partnerorganisationen Hilfe geleistet. Im Irrawaddy-Delta kann die Welthungerhilfe seit zehn Tagen mit lokalen Mitarbeitern den Menschen helfen. 20.000 Menschen konnten dadurch dringend benötigte Nahrungsmittel erhalten.
Experten aus dem Nothilfeteam warten seit Beginn der Katastrophe in Rangun darauf, die einheimischen Kollegen endlich direkt vor Ort zu unterstützen. Sie sollen vor allem internationale Standards bei der Verteilung der Hilfsgüter sicherstellen sowie technisches Fachwissen in der Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung vermitteln. Auch bei der Planung des Wiederaufbaus ist ihr Wissen unerläßlich. "Wenn wir wirklich auch die internationalen Mitarbeiter im Delta einsetzen dürfen, können wir unsere Hilfe langfristig ausweiten und intensivieren", betont Angela Schwarz.
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Opfer in Myanmar:
Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Nothilfe und Wiederaufbau
Die Welthungerhilfe ist Mitglied im Bündnis www.entwicklung-hilft.de, einem Zusammenschluss deutscher Hilfswerke für akute Nothilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit.
Online spenden
Bitte helfen Sie den Opfern des Sturms in Myanmar mit einer Spende.
(Überschüssige Spendenbeiträge werden auch in anderen Nothilfe-Projekten der Welthungerhilfe eingesetzt.)
Welthungerhilfe in Myanmar
Die Welthungerhilfe ist seit 2002 in Myanmar tätig. Schwerpunkte der Arbeit sind die Ernährungssicherung, Armutsreduzierung, Wasserversorgung, Basisinfrastruktur und Nahrungsmittelhilfe. Hauptsächlich ist sie im Nordosten des Landes, in Außenbezirken von Rangun und im Irrawaddy-Delta tätig.
Hilfsprojekt in Myanmar
Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Metta Development unterstützt die Welthungerhilfe seit Juni 2005 im Shan State rund 1.000 besonders bedürftige Familien. In der Mehrheit sind es Menschen, die den ethnischen Minderheiten der Wa, Lahu und Kachin angehören.
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