Welthungerhilfe warnt vor den Folgen der hohen Nahrungsmittelpreise

Kleinbauer in Haiti. © Krause(10.4.2008.) Die Welthungerhilfe warnt vor den Folgen der weltweit gestiegenen Nahrungsmittelpreise für die Entwicklungsländer. In den letzten Tagen war es u. a. in Haiti zu schweren Ausschreitungen gekommen, nachdem sich die Preise für Nahrungsmittel und Benzin im letzten Jahr verdoppelt hatten. "Die Ärmsten zahlen die Zeche für eine falsche Politik der letzten Jahre. Die landwirtschaftliche Entwicklung ist sowohl von den Industrieländern als auch von den betroffenen Ländern selbst vernachlässigt worden", beklagt Hans-Joachim Preuß, Generalsekretär der Welthungerhilfe.
Nicht nur in Haiti können Menschen, die von weniger als zwei Dollar am Tag leben müssen, die Rekordpreise für Grundnahrungsmittel nicht mehr bezahlen. Auch im Sudan spitzt sich die Lage zu, weil die Tagesrationen für Flüchtlinge gekürzt werden mussten. Selbst bisher stabile Länder wie Tadschikistan haben um Hilfe gebeten. Die Welthungerhilfe fordert deshalb, die finanzielle Unterstützung für die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern zu erhöhen. "Es müssen Bewässerungssysteme, Straßen und Getreidespeicher gebaut und die Bauern bei besseren Anbaumethoden unterstützt werden", fordert Preuß.
In Haiti konzentriert sich die Welthungerhilfe seit Jahren auf die ländlichen Gebiete. Straßen werden repariert, Bewässerungsanlagen für Felder gebaut sowie Saatgut, Düngemittel und landwirtschaftliche Werkzeuge an Kleinbauern verteilt. Alle Maßnahmen dienen dazu, die Ernährungslage der Menschen nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" langfristig zu verbessern. Parallel dazu hat die Welthungerhilfe Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt, um Infrastrukturmaßnahmen der Bevölkerung zu entlohnen.
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden:
WelthungerhilfeKontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
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