Hohe Nahrungsmittelpreise: Mehr Mittel für landwirtschaftliche Produktion

Verarbeitung von Getreide in Burkina Faso. © Grossmann
Verarbeitung von Getreide in Burkina Faso.
© Grossmann
(14.4.2008). Angesichts der globalen Nahrungsmittelkrise muss ein größerer Anteil der Entwicklungshilfe für die Förderung von Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung bereitgestellt werden. Das fordert die Vorsitzende der Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble. "Seit über zehn Jahren beobachten und beklagen wir einen Rückgang der Mittel für die Verbesserung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Entwicklungsländern z.B durch Bewässerungssysteme, landwirtschaftliche Beratung und Agrarforschung. Dieser negative Trend muss umgekehrt werden!"

Die Ausgaben der deutschen Entwicklungshilfe für Ernährungssicherung und Landwirtschaft hätten sich in den letzten zehn Jahren fast halbiert, kritisiert Schäuble.
Die Hilfszusagen der Weltbank und des internationalen Währungsfonds für kurzfristige Nahrungsmittelhilfe sind nach Ansicht der Welthungerhilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein und lösen das Problem nur vorübergehend. "Die Nahrungsmittelkrise darf nicht dazu führen, dass erneut subventionierter Reis oder Mais die lokalen Märkte der Entwicklungsländer zerstört", betont Schäuble.

Ganz falsch sei es, die Nahrungsmittelpreise künstlich zu verbilligen. Um die unmittelbare Not der betroffenen Menschen zu lindern, schlägt die Welthungerhilfe stattdessen Beschäftigungs- und Sozialprogramme vor, mit denen die ländliche Infrastruktur verbessert wird. Der Lohn für die Arbeit, ob in Naturalien oder bar ausgezahlt, versetzt die Bedürftigen in die Lage, sich selbst zu ernähren.

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden:
Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98

 

Pressemitteilung

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