Grafiken: Naturkatastrophen treffen die Armen

Die schlimmsten humanitären Katastrophen ereigneten sich in Entwicklungsländern

Den vollständigen Artikel finden Sie in Kürze in der Welternährung IV/2009.

Grafik: Anzahl durch Naturkatastrophen betroffene Menschen von 1999 bis 2008. Für eine vergrößerte Ansicht bitte drauf klicken
Grafik: Anzahl der durch Naturkatastrophen
betroffenen Menschen  von 1999 bis 2008. Für
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Naturkatastrophen wie Erdbeben, Dürren, Wirbelstürme treffen vor allem die Menschen in Entwicklungsländern. Das belegen die nebenstehenden Grafiken. Ausgerechnet die Armen sind den Naturgewalten am meisten ausgeliefert. Sie verlieren ihr weniges Hab und Gut, ihre Lebensgrundlage, ihr Leben. In Industrieländern hingegen gibt es zwar vergleichsweise wenig Opfer, jedoch ist hier der finanzielle Schaden hoch. Experten befürchten, dass es durch den Klimawandel zu noch mehr Stürmen, Regenfällen und Dürren kommen wird. Eine Katastrophe für die Menschen.

 


Hohe Opferzahlen - Vom Tsunami zum Nargis

Vor fünf Jahren, Ende Dezember 2004, erschütterten die Bilder des Tsunamis in Südostasien die Welt. Doch auch das Jahr 2008 war ein Jahr der Katastrophen. Sie haben knapp 250.000 Menschen das Leben gekostet. Fast genauso viele wie im Tsunami-Jahr 2004. Die meisten Opfer gab es in zwei Ländern: In China durch Kälte, Erdbeben und Überschwemmungen und in Myanmar durch den Zyklon Nargis mit 138.000 Todesopfern. Verheerend waren auch die drei kurz aufeinander folgenden Wirbelstürme Gustav, Ike und Hanna in der Karibik. Weltweit waren über 200 Millionen Menschen von Naturkatastrophen betroffen, mehr als im Jahr 2004.

 


Grafik: Anzahl der durch Naturkatastrophen
getöteten Menschen von 1999 bis 2008. Für eine
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Ähnlich hoch war die Anzahl der Betroffenen 2007. Die Überschwemmungen in China mit mehr als 100 Millionen sowie in Indien und Bangladesch mit jeweils zehn Millionen Betroffenen waren besonders schlimm. Aber auch der Zyklon Sidr in Bangladesch war verheerend. Sidr zeigt aber auch, dass Katastrophenvorsorge hilft: Starben 1991 bei einem ähnlich starken Zyklon noch 138.000 Menschen, so waren es 2007 mit etwas mehr als 4000 Toten erheblich weniger.


Naturkatatstrophen in Europa

Unvorbereitet traf Europa in 2003 eine extreme Hitzewelle, an der 35.000 Menschen starben, ähnlich viele Menschen starben nach dem Erdbeben im iranischen Bam. Extrem viele Menschen litten 2002 an den Folgen von Naturkatastrophen, knapp 430 Millionen Menschen in Folge von Dürren und Hunger, davon alleine in Indien rund 300 Millionen, 167 Millionen Menschen nach Überschwemmungen und 113,4 Millionen nach schweren Stürmen.



Grafik: Durch Naturkatastrophen entstandener Gesamtschaden. Für eine vergrößerte Ansicht bitte klicken.
Grafik: Durch Naturkatastrophen entstandener
Gesamtschaden. Für eine vergrößerte Ansicht
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Großflächige Waldbrände, Wirbelstürme und das Hochwasser in Europa (2002) richteten in den letzten Jahren in den Industriestaaten verheerende wirtschaftliche Schäden an. Die Hurrikans Kyroll in Europpa (2007), Katrina in den USA (2005), vier weitere Taifune in den USA (2005) und  zehn in Japan (2004) verwüsteten Straßen und Häuser.

Frühwarnsysteme helfen, Leben zu retten.

Bei drohenden Wirbelstürmen sowie bei sich ankündigenden Erd- und Seebeben können sich Menschen rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Klimawandel verschärft das Katastrophenrisiko. Oft sind entlegendste Gebiete am meisten gefährdet. Es wird in der Entwicklungszusammenarbeit zunehmend wichtig, mögliche Risiken besser einzuschätzen, Frühwarnsysteme nutzen zu können und dafür Sorge zu tragen, dass die gefährdeten Menschen erstellte Notfallpläne kennen und in der Lage sind sich zu retten.

Letzte Änderung an dieser Seite: 30.11.2009
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