Mitgliederversammlung wählt heute neues Präsidium der Welthungerhilfe in Berlin

Ingeborg Schäuble. © Frommann
Ingeborg Schäuble. © Frommann
(27.11.2008). Die Mitgliederversammlung der Welthungerhilfe wählt heute in Berlin ein neues ehrenamtliches Präsidium. Die bisherige Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, kandidiert nach drei Amtszeiten – zwölf Jahren – nicht mehr. Zur Wahl als Präsidentin steht Bärbel Dieckmann, die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, als ihr Stellvertreter der frühere Bundesumweltminister und ehemalige Leiter des UN-Umweltprogramms UNEP, Professor Klaus Töpfer.

Als weitere Präsidiumsmitglieder kandidieren Professor Hartwig de Haen, bis 2005 beigeordneter Generaldirektor der FAO, sowie Prälat Dr. Stephan Reimers, Bevollmächtigter des Rates der EKD. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Welthungerhilfe e.V. umfasst seit ihrer Gründung in den sechziger Jahren wichtige Institutionen des öffentlichen Lebens in Deutschland wie die Bundestagsfraktionen, Verbände und Kirchen.

Das ehrenamtliche Präsidium setzt die strategischen Leitlinien für die Projektarbeit, bewilligt das Budget und kontrolliert den sorgsamen Umgang mit Spenden und öffentlichen Geldern. In seiner ersten konstituierenden Sitzung am 17. Dezember wird es einen dreiköpfigen hauptamtlichen Vorstand einsetzen, der für alle Entscheidungen der täglichen Arbeit verantwortlich ist.

Vorausgegangen ist eine intensive Untersuchung der Strukturen und Prozesse innerhalb der Welthungerhilfe. Die Unternehmensberatung McKinsey hat daran drei Monate lang zusammen mit einem Projektteam aus sechs Mitarbeitern der Welthungerhilfe pro bono gearbeitet.

Die Tätigkeit der Welthungerhilfe hat sich mit den Jahren stark ausgeweitet. Sie ist heute eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Derzeit laufen in 46 Ländern auf drei Kontinenten 291 Projekte – schnelle Katastrophenhilfe ebenso wie langfristig angelegte Projekte. Im vergangenen Jahr standen dafür 135,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit der Umstrukturierung sind zahlreiche weitere Maßnahmen verbunden. Neue Prozesse etwa im Controlling stellen auch in Zukunft sicher, dass Gelder transparent und effektiv eingesetzt werden. Außerdem werden mehr Kompetenzen in die Außenbüros in den Projektländern verlagert.

Redaktionshinweis: Mit dem Wahlergebnis wird um 15 Uhr gerechnet.

 

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