Hurrikan "Felix" in Nicaragua: Verteilungen werden vorbereitet (13.09.2007)

Zerstörungen durch
Zerstörungen durch "Felix".
© Reuters
Durch die unmittelbare Bereitstellung von 50.000 Euro durch die Welthungerhilfe nach dem Wirbelsturm können in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua derzeit 45 Tonnen Lebensmittel sowie 980 Meter Plastikplanen für den Transport vorbereitet werden. Im Anschluss werden die Hilfsgüter in die 580 Kilometer entfernten Gemeinden südlich und nördlich von Puerto Cabezas gebracht. Diese Gebiete waren besonders stark von den Zerstörungen des Hurrikan "Felix" am 4. September 2007 betroffen. Die Fahrt mit dem LKW wird voraussichtlich zwei Tage betragen.

Zwar bringen die nicaraguanische Regierung und das Heer momentan per Helikopter erste Nahrungsmittelrationen und Trinkwasser in viele Gemeinden. Diese reichen jedoch jeweils nur für ein bis zwei Tage. Eine geregelte Koordination der Hilfsmaßnahmen durch die Regierung gibt es bis jetzt nicht.

Während in Managua Lebensmittel gekauft und gepackt werden, organisieren die Mitarbeiter der Welthungerhilfe in Puerto Cabezas bereits die Verteilungen. Insgesamt werden 1.341 Familien durch Soforthilfe versorgt. Jede Familie erhält ein Nahrungsmittelpaket für 15 Tage. Dieses besteht aus 14 Kilogramm Reis, 7 Kilogramm Bohnen, 11 Kilogramm Zucker und einem Liter Öl. Dazu erhalten die Sturmopfer einen Eimer mit Deckel, um Trinkwasser sauber aufzubewahren. Außerdem bekommt jede Familie neun Meter Plastikplane und Nägel, um sich vorübergehende Notunterkünfte zu schaffen bzw. um das gerettete Hab und Gut regensicher zu lagern.

Seit Tagen liegt ein Tiefdruckgebiet mit heftigen Regenfällen über der Region. Die Menschen sind dieser Witterung so gut wie ungeschützt ausgeliefert.

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