Nichtregierungsorganisationen

 

Nach dem Tsunami unterstützen die NGOs Welthungerhilfe und PAD aus Indien die Wiederaufforstung der Küstengebiete. © Rechenburg.
Nach dem Tsunami unterstützen die NGOs
Welthungerhilfe und PAD aus Indien die Wieder-
aufforstung der Küstengebiete. © Rechenburg.
Nichtregierungsorganisationen (non-governmental organisations, NGOs) sind freiwillige und nicht gewinnorientierte Vereinigungen, die weder von der Regierung noch von anderen Staatsorganen abhängig sind. Viele von ihnen werden staatlich gefördert. Im engeren Sinn bezieht sich der Begriff auf Organisationen, die sich gesellschaftspolitisch engagieren, zum Beispiel in der Entwicklungszusammenarbeit, für soziale Fragen, Umweltschutz oder Menschenrechte.

 

Entwicklungspolitische NGOs leisten einen wichtigen Beitrag zur humanitären Hilfe und zur Projektarbeit in den Entwicklungländern. Für ihre Arbeit werben sie Spenden ein und erhalten staatliche Zuschüsse. NGOs können besser als die Regierung eines Geberlandes regierungskritische Gruppen und politisch heikle Vorhaben im Partnerland unterstützen. Sie erreichen manche arme Gruppen besser, da sie oft mit NGOs in armen Ländern zusammenarbeiten, die dort als Mittler zu Basisorganisationen auftreten. Einige große Entwicklungs-NGOs sind selbst transnational organisiert.

 

Neben Hilfsprojekten sind auch die Bildungsarbeit im Norden sowie Lobbyarbeit, also die Einflussnahme auf die nationale und internationale Politik Beiträge der NGOs zur Entwicklungspolitik. Zum Beispiel sind Schuldenerlasse für arme Länder, das Verbot von Landminen und die Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofs zum Teil dem Einsatz von Entwicklungs- und Menschenrechts-NGOs aus Nord und Süd zu verdanken.

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