Liebe Leser und Leserinnen,
nachdem ich für die Welthungerhilfe schon für ein Hilfsprojekt in Durban, Südafrika, unterwegs war, dachte ich, dass ich das größte Elend schon gesehen habe. Nach meinem Besuch der Familien in Äthiopien wurde ich eines Besseren belehrt.

Nicole in Äthiopien.
© MädjeZuerst beschlich mich ein Ohnmachtsgefühl beim Anblick der "Wohnungen", die aus Bretterverschlägen, nackten Lehmwänden und Zeitungsfetzen bestanden. Kein fließendes Wasser, keine Elektrizität, ein einziges Bett für drei Kinder und die Mutter. Dazu der beißende Geruch von Fäkalien ... Hygiene ist dort ein Fremdwort. Mein nächster Gedanke war, was kann ich tun?
Ich informierte mich genauer über die Zustände und fand heraus, dass man mit 30 Euro ein Kind einen Monat lang versorgen kann, das heißt: kein Hunger mehr, Kleidung und eine Schulausbildung. Dinge, die für uns selbstverständlich sind. Allein haben diese Kinder keine Chance, aus dem Slumleben auszubrechen.
Ich hoffe, dass es vielen Menschen genauso geht wie mir. Sie werden sich ebenso überlegen, wie oft sie sich über Dinge beschwert haben, ohne zu wissen wie nichtig sie sind, im Vergleich zu dem, was sich einem dort offenbart. Demut macht sich in mir breit und Dankbarkeit, eine gesunde Familie zu haben.
Ein Glück, von dem ich gerne ein Stück weitergeben möchte. Ich hoffe auch Sie: Bitte spenden Sie.
Ihre NICOLE
