Niger: Dürreopfer erhalten neues Saatgut

Welthungerhilfe-Mitarbeiter Rüdiger Ehrler (r.) mit
Saatgut für bedürftige Familien im Niger. Im Niger leiden die Menschen immer wieder unter schweren Dürren. Und mit dem Ausbleiben des Regens kommt der Hunger. Die letzte Ernte im Herbst 2009 war so gering, dass den Menschen keine Saatgutvorräte für die Bestellung ihrer Felder übrig blieben.
Die Welthungerhilfe hat die schlechte Versorgungslage im Niger schon über einen längeren Zeitraum im Blick und deshalb zwei erfahrene Mitarbeiter entsandt. Gemeinsam mit einem einheimischen Experten erfassten sie über zwei Wochen die Dürresituation vor Ort und sondierten die Voraussetzungen für Hilfsmaßnahmen. Nach dieser professionellen Vorbereitung konnten jetzt die ersten Maßnahmen mit Spendengeldern der Welthungerhilfe finanziert und umgesetzt werden.

Erfassung der bedürftigen
Familien.
Saatgut für bedürftige Familien
Am vergangenen Wochenende haben insgesamt 4.580 Familien dringend benötigtes Saatgut bekommen. Eine Durchschnittsfamilie im Niger zählt sieben Personen, so dass also rund 32.000 Menschen von der Hirse-, Sorghum- und Bohnensaatgut-Verteilung profitierten. Bei den Erkundungen im Vorfeld der Hilfe wurde genau geprüft, wo die bedürftigsten Familien leben, wo Saatgut in der Region beschafft und wie es gelagert werden kann.
Allmählich setzen auch die lang erwarteten Niederschläge ein. Die Bauern müssen jetzt dringend ihre Felder bestellen. Doch bislang fehlte das Saatgut. Die Hilfsaktion der Welthungerhilfe kommt rechtzeitig für die Familien in Ouallam, im Department Téra und im Department Tillabéri.
Je zehn Kilo Hirse- bzw. Sorghum-Saatgut gingen an 580 Haushalte. 4.000 Familien bekamen jeweils fünf Kilo Bohnensaatgut. Das Saatgut wurde vor Ort beschafft, die einheimischen Märkte damit unterstützt.
Auf Dorfebene haben die Betroffenen selbst bestimmt, wer die Hilfe am dringendsten braucht. So konnte die Welthungerhilfe mit ihrer einheimischen Partnerorganisation Afrique Verte die Verteilungen zügig durchführen. Die Menschen haben jetzt wieder eine Grundlage für ihre ausreichende Selbstversorgung und sehen der Ernte im Oktober hoffnungsvoll entgegen.
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