No Angels mit der Welthungerhilfe in Burkina Faso: "Die Reise hat uns mental weitergebracht!"

 

Sandy, Nadja, Lucy und Jessica besuchen eine Schulklasse in Burkina Faso. © von Lingen
Sandy, Nadja, Lucy und Jessica besuchen eine
Schulklasse in Burkina Faso. © von Lingen

Als die No Angels in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, landeten, begann für sie ein aufregender Trip ins Unbekannte. Bei ihrem Besuch des Millenniumsdorfes Kongoussi der Welthungerhilfe, tauchte das Quartett in eine völlig andere Welt ein. "Am ersten Tag ging’s nach Tangaye, wo wir feierlich vom Dorfältesten begrüßt wurden. Es war ein unglaublich herzlicher Empfang", erinnert sich Jessica Wahls. In der Schule wurden die Pop-Stars von aufgeregten Erstklässlern begrüßt und später in die Hütten geführt, wo ganze Familienclans darauf warteten, die Gäste aus Europa kennenzulernen. "Die Frauen zeigten uns, wie man Baumwolle spinnt und mit schweren Steinen Weizenkörner mahlt", erinnert sich die 30-Jährige.


Freude über den herzlichen Empfang. © Beuttner
Freude über den herzlichen
Empfang. © Beuttner

Betroffen von der Armut und Not

Neben der herzlichen Gastfreundschaft prägten auch Bilder der Armut und großer Not die Reise der vier Frauen. Sandy Mölling: "Im Dorf Boalin sah ich eine junge Frau, die ein Schultertuch trug. Daraus lugte ein dünnes Ärmchen hervor. Wir erfuhren, dass es sich um ein Baby namens Hipolite handelte. Er ist das jüngste von sechs Kindern und in der Familie gibt es einfach nicht genug für alle zu essen. Der Vater ist tot, die Mutter abgehauen. Die ältere Schwester versucht, sich um ihn zu kümmern".

 


Großes Interesse für das
Leben der Menschen:
Die No Angels im Gespräch
mit einem Dorfbewohner.
© Beuttner

"Schon kleine Summen helfen!"

Dank des Engagements der Welthungerhilfe hat sich einiges verändert im in Kongoussi. "Schon kleine Summen können unheimlich viel bewirken", weiß Nadja Benaissa. Sie war besonders beeindruckt vom Besuch eines Waisenhauses für Straßenkinder, das von der Deutschen Katrin Rohde aufgebaut wurde und von der Welthungerhilfe unterstützt wird. "Wir trafen dort ein Mädchen, das als Baby im Müll gefunden wurde. Ein anderes war vom Vater für zwei Flaschen Bier in einer Kneipe verkauft worden. Jetzt erhalten sie eine Ausbildung und können ihr Leben frei und unabhängig gestalten", so die 25-Jährige. "Die Reise hat uns mental weitergebracht. Wir wollen auch in Zukunft solche Projekte unterstützen", sagt Sandy.

Letzte Änderung an dieser Seite: 16.10.2007
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