Welthungerhilfe unterstützt Opfer in ländlichen Regionen Perus

Nur noch Trümmer sind vom ehemaligen Elternhaus
dieses Kindes noch dem Erdbeben geblieben.
(20.08.2007). Die Welthungerhilfe wird ihre Hilfe für die Erdbebenopfer in Peru auf die ländlichen Regionen konzentrieren. In zwei ländlichen Distrikten in den Provinzen Pisco und Canete wird sie Schulen wieder aufbauen, die übergangsweise als Notunterkünfte für bis zu tausend Familien dienen. "Allein in der Kleinstadt Canete wurden beim ersten Erbeben auf einen Schlag 800 Häuser komplett zerstört", berichtet Jeannette Weller, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Peru.

Notlager. "Die Menschen sitzen auf der Straße und bewachen ihre Habseligkeiten. Trotzdem kommt es immer wieder zu Plünderungen, die Lage ist chaotisch," so Weller weiter.
Der Zugang in die ländlichen Regionen ist nur zu Fuß, auf Eseln oder mit Mopeds möglich, da die Straßen beschädigt oder durch zusammen gestürzte Gebäude und Brücken blockiert sind. In der Projektregion sind nach Schätzungen 80 Prozent der Infrastruktur zerstört worden. Schadenserhebungen dauern noch an, Meldungen zu Schäden erhöhen sich laufend.
Zusätzlich wird die Welthungerhilfe ihre Nothilfemaßnahmen weiter fortführen. Sie verteilt über ihre peruanische Partnerorganisation "Soluciones Practicas" Nahrungsmittel, Werkzeuge, Matten und Planen für Notunterkünfte sowie Decken und Schlafsäcke. "Bei weniger als 10 Grad nachts frieren vor allem die Kinder. Die Menschen sind zudem erschöpft und die Lager leer, da der diesjährige Winter auf der Südhalbkugel sehr hart war."
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Opfer des Erdbebens:
Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Konto Nr. 1115
BLZ 380 500 00, Sparkasse Bonn
Stichwort "Erdbeben Peru"
Pressemitteilung
Bitte spenden Sie online für die Erdbebenopfer in Peru!
Erdbeben in Peru: Welthungerhilfe stellt 100.000 Euro zur Verfügung (17.08.2007)
O-Töne aus Peru (16.08.2007)
Welthungerhilfe in Peru
Die Welthungerhilfe ist seit 1969 in Peru tätig. In dieser Zeit hat die Hilfsorganisation Projekte im Umfang von 41 Millionen Euro realisiert. In diesem Jahr laufen 13 Projekte im Umfang von 6,4 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um Ressourcenschutz (Regenwald), Ernährungssicherung und Katastrophenvorsorge sowie Projekte für Kinder und Jugendliche.
