Kälteeinbruch in Peru: Welthungerhilfe stellt 50.000 Euro bereit

Drei Millionen Menschen sind in der Andenregion von dem Kälteeinbruch betroffen. © DWHH
Drei Millionen Menschen sind in der Andenregion
von dem Kälteeinbruch betroffen.

(24.07.2007) Die Welthungerhilfe stellt für die Opfer der verheerenden Kältewelle in den Andenregionen Perus 50.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen noch in dieser Woche warme Kleidung, Medikamente, Nahrungsmittel und Decken für rund 6000 Menschen angeschafft und verteilt werden. In Südamerika herrschen – selbst für den Winter auf der Südhalbkugel –ungewöhnlich niedrige Temperaturen, die einen für die Jahreszeit außerordentlichen Schneefall von bis zu 50 Zentimetern ausgelöst haben.


"Die Bewohner sind eigentlich gut abgehärtet, tragen selbst im Winter Sandalen. Mit solchen Temperaturen kommen sie aber nicht mehr klar", sagt Jeanette Weller, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Lima.

Bereits für August wird der nächste und voraussichtlich noch schlimmere Kälteeinbruch erwartet. Vor allem die Andengebiete über 3.500 Meter, in denen drei Millionen Menschen leben, sind stark betroffen. Aufgrund des vielen Schnees können einige Orte nur noch per Flugzeug erreicht werden, was die Versorgung erheblich beeinträchtigt. Peru hat daher den Notstand für die Hälfte seiner Regionen ausgerufen.

Nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums ist die Zahl der registrierten Lungenentzündungen die höchste in der Geschichte des Landes. Die medizinische Versorgung in diesem Gebiet ist unzureichend, so dass viele Menschen nicht rechtzeitig behandelt werden können.

Verlässliche Zahlen über die Opfer der Kältewelle liegen nicht vor, da in den abgelegenen Andenregionen nicht alle Menschen registriert sind. Die Angaben von staatlichen Behörden und Hilfsorganisationen schwanken zwischen 67 und 167 Todesfällen. "Das Schlimmste steht noch bevor", sagt Jeannette Weller. "Weil Ernten ausfallen und Nutztiere erfrieren ist die Nahrungsversorgung vieler Andenbewohner massiv gefährdet".

Im Januar und Februar war das Land bereits schon einmal von ungewöhnlich niedrigen Temperaturen heimgesucht worden. 60 Prozent der Landwirtschaft wurde dabei bereits zerstört.

Die 50.000 Euro stammen aus Mitteln des deutschen Auswärtigen Amtes (AA). Um noch mehr Menschen helfen zu können, bittet die Welthungerhilfe um Spenden für die Opfer der Kältekatastrophe:


Spendenkonto
Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Konto Nr. 1115
BLZ 370 501 98, Sparkasse KölnBonn
Stichwort "Peru"

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