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Peru - Umweltschutz lohnt sich

Umweltschutz lohnt sich

Neubeginn mit ökologischer Landwirtschaft

Bei der Feldarbeit verknüpfen die Bauern traditionelles Wissen mit modernen Anbaumethoden.
Bei der Feldarbeit verknüpfen die Bauern traditionelles Wissen mit modernen Anbaumethoden. © Desmarowitz
Nach der Feldarbeit entspannen sich die Frauen beim Fußballspielen.
Nach der Feldarbeit entspannen sich die Frauen beim Fußballspielen. © Desmarowitz
Das Ziel der Menschen ist es, in ihrer Heimat zu bleiben und dort ein würdevolles Leben zu führen.
Das Ziel der Menschen ist es, in ihrer Heimat zu bleiben und dort ein würdevolles Leben zu führen.

In Riberas del Huallaga im zentralen Hochland Perus herrscht bittere Armut. Hier wissen acht von zehn Menschen nicht, wie sie satt werden sollen. Ihre Felder liefern nicht genug Nahrung, liegen an steilen Hängen und die Böden sind ausgelaugt. Der Klimawandel verschärft die Armut: In der Regenzeit fällt der Regen sturzbachartig und reißt fruchtbare Böden in die Tiefe, in den Trockenperioden vertrocknet die Saat.

Riberas del Huallag ist ein Millenniumsdorf der Welthungerhilfe. Genau wie in 15 weiteren Dörfern und Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika, kämpfen hier die Bewohner gemeinsam mit der Welthungerhilfe und ihren Partnern gegen Hunger und Armut.In Riberas del Huallag arbeitet die Partnerorganisation Instituto de Desarrollo y Medio Ambiente (IDMA) Seite an Seite mit der Welthungerhilfe und den Dorfbewohnern.

Sie haben sich in Gruppen zusammengeschlossen, forsten die Wälder auf und legen Bewässerungssysteme an. Bei der Feldarbeit verbinden sie ihr traditionelles Wissen mit modernen Anbaumethoden und praktizieren jetzt ökologische Landwirtschaft.

Gemeinsam das Leben verbessern

Kinder und Jugendliche engagieren sich in Umweltgruppen für Naturschutz und Artenvielfalt. So helfen sie nach der Schule, Baumsetzlinge zu pflanzen oder Mauern zum Schutz vor Erosion anzulegen.

Mülltrennung sowie Gesundheits- oder Kochkurse stehen ebenfalls auf dem Lehrplan. Lehrer werden fortgebildet und dadurch zu wichtigen Multiplikatoren. Bildung und Bürgerbeteiligung spielen in diesem Prozess eine wesentliche Rolle – nur wenn die Kleinbauern ihre Potenziale erkennen, sich organisieren und ihre Interessen auf politischer Ebene durchsetzen, kann eine nachhaltige Dorfentwicklung gelingen.

Bildung und Bürgerbeteiligung sind besonders wichtig

Die Welthungerhilfe und IDMA entwickeln deshalb gemeinsam mit der Bevölkerung nachhaltige Strategien zum Land- und Wassermanagement sowie zum Katastrophenschutz. Das Ziel ist, in der Heimat bleiben zu können und ein würdevolles Leben zu führen.

Im Jahr 2000 haben sich 189 Staaten in der „Millenniumserklärung“ auf acht Ziele verpflichtet, die bis 2015 für mehr globale Gerechtigkeit sorgen sollen. Auch die Welthungerhilfe stellt sich dieser Herausforderung und startete 2006 die Initiative Millenniumsdörfer. Damit gibt sie der Bevölkerung vor Ort eine Stimme und macht Fortschritte messbar. Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht dabei im Mittelpunkt: Dorfgemeinschaften benennen ihre Probleme, erarbeiten Lösungswege und setzen diese um.